Lustigerweise wusste ich sehr lange überhaupt gar nicht, dass ich auch gern geheiratet hätte. Meine Mutter hat selbst mit 19 geheiratet und trotzdem immer gesagt: "Du musst nicht heiraten. Überleg Dir das wirklich gut!" Vielleicht habe ich deshalb lange eher gelernt, was ich nicht muss, als zu fragen, was ich eigentlich tatsächlich will. Heute weiß ich, ich brauche keine Hochzeit um der Hochzeit willen. Aber die bewusste Entscheidung füreinander, die mag ich schon sehr.
Lange dachte ich, dafür müsse ich vor allem durchhalten. Krisen aushalten. Nicht beim ersten Gegenwind die Flinte ins Korn werfen. Bleiben, wenn es unbequem wird. Und ja, meine Eltern haben durchgehalten. Aber eben nicht im Sinne von, einer trägt alles und der andere lehnt sich zurück. Sie haben beide daran gearbeitet. Immer wieder. Sich gestritten. Sich wieder zusammengerauft. Sich verändert. Sich manchmal vermutlich auch gegenseitig echt wahnsinnig gemacht. Und trotzdem immer wieder zueinander gefunden. Ich glaube, genau das ist der Unterschied. Eine Beziehung kann nicht von einem Menschen allein gerettet, getragen oder in die richtige Richtung geschoben werden. Irgendwann ist man dann zwar noch zu zweit, aber einer arbeitet Vollzeit an etwas, das der andere nur noch bewohnt. Hab's getestet.
Ich möchte immer noch mit einem Menschen alt werden. Sehr sogar. Aber inzwischen weiß ich. Dafür müssen zwei Menschen wollen, dass es funktioniert und in dieselbe Richtung gehen. Nicht immer gleich schnell. Nicht immer elegant. Aber grundsätzlich beide. Sonst ist Durchhalten irgendwann nur noch ein ziemlich freundliches Wort für allein weitermachen und aushalten. Für Stillstand. Für dieses merkwürdige Festhalten an etwas, das längst nicht mehr gemeinsam getragen wird. Und irgendwann hält man dann nicht mal mehr die Beziehung zusammen. Sondern nur noch sich selbst darin fest.
Lange dachte ich, dafür müsse ich vor allem durchhalten. Krisen aushalten. Nicht beim ersten Gegenwind die Flinte ins Korn werfen. Bleiben, wenn es unbequem wird. Und ja, meine Eltern haben durchgehalten. Aber eben nicht im Sinne von, einer trägt alles und der andere lehnt sich zurück. Sie haben beide daran gearbeitet. Immer wieder. Sich gestritten. Sich wieder zusammengerauft. Sich verändert. Sich manchmal vermutlich auch gegenseitig echt wahnsinnig gemacht. Und trotzdem immer wieder zueinander gefunden. Ich glaube, genau das ist der Unterschied. Eine Beziehung kann nicht von einem Menschen allein gerettet, getragen oder in die richtige Richtung geschoben werden. Irgendwann ist man dann zwar noch zu zweit, aber einer arbeitet Vollzeit an etwas, das der andere nur noch bewohnt. Hab's getestet.
Ich möchte immer noch mit einem Menschen alt werden. Sehr sogar. Aber inzwischen weiß ich. Dafür müssen zwei Menschen wollen, dass es funktioniert und in dieselbe Richtung gehen. Nicht immer gleich schnell. Nicht immer elegant. Aber grundsätzlich beide. Sonst ist Durchhalten irgendwann nur noch ein ziemlich freundliches Wort für allein weitermachen und aushalten. Für Stillstand. Für dieses merkwürdige Festhalten an etwas, das längst nicht mehr gemeinsam getragen wird. Und irgendwann hält man dann nicht mal mehr die Beziehung zusammen. Sondern nur noch sich selbst darin fest.

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Ein Hinweis. Ein Blog gehört nur dem Schreiber und ist für ihn der Ort, um alles abzuladen - egal ob nichtssagend, reflektiert, unreflektiert, gewichtig, emotional, scheisse oder sonst was. Ein Blog ist auch ein bisschen als Zugang zu den Gedanken eines Menschen zu sehen, d.h. es ist ein Privileg mitlesen zu dürfen.