Schlaflos. Die Unruhe ist einfach da. Tagsüber funktioniert alles. Ich rede, arbeite, lache. Von außen ist nichts zu sehen. Aber darunter läuft etwas mit. Eine Spannung, die nie ganz weggeht. Ein Teil, der immer wach bleibt. Nachts wird es deutlicher. Lauter. Wenn es still wird und nichts mehr ablenkt. Dann reicht manchmal ein Gefühl, etwas ganz Unbestimmtes, und es ist plötzlich wieder da. Nicht als Erinnerung, sondern als Zustand. Mein Körper reagiert, als wäre es jetzt. Ich merke, wie schnell ich wieder in dieses Allein rutsche. Wie ich Dinge bei mir halte, um niemanden zusätzlich zu belasten. Dabei stimmt es ja. Ich bin nicht mehr allein. Und ich merke, wie gut es mir tut, das nicht mehr sein zu müssen. Ich lerne nur noch, es auch wirklich so zu fühlen.