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Samstag, Juli 18, 2026

reichtum.

Gestern hatte ich den besten Abend. Mein Geburtstags-Sit-in mit den Mädels. Nur der engste Kreis. Menschen, die ich inzwischen seit acht, zehn, teilweise zwölf Jahren kenne. Vor fünfzehn Jahren bin ich in diese Stadt gezogen. Damals kannte ich hier niemanden. Außer den Ex. Und heute sitze ich in einem Raum voller Frauen, mit denen ich inzwischen halbe Leben geteilt habe. Es ist schon verrückt, wie sich so etwas entwickelt. Erst kennt man sich lose. Dann kennt man irgendwann die Geschichten. Die Familien. Die Muster. Die Katastrophen. Die Männer. Die noch schlechteren Entscheidungen. Und irgendwann kennt man sich so gut, dass ein Blick reicht und niemand mehr so tun muss, als wäre alles in Ordnung.

Wir sind miteinander durch einige ziemlich tiefe Täler gelaufen und durch viele schöne Momente. Sie mit mir durch meine, auch in Zeiten, in denen ich mich selbst kaum wiedererkannte. Ich mit ihnen durch ihre. Nicht immer elegant, aber zuverlässig. Gestern habe ich Karten bekommen, so schön und wertschätzend, dass ich kurz nicht wusste, wohin mit mir. Es war wirklich rührend. Darin stand noch einmal schwarz auf weiß, welchen Platz ich in ihrem Leben habe. Ich bin die Freundin, die man anrufen kann. Und ich komme. Ohne große Fragen. Mit einer Schaufel, Taschentüchern, einer Flasche Rum und Limetten. Je nachdem, was die Lage erfordert.

Und ich weiß, dass es auf Gegenseitigkeit beruht. Da wird schon mal alles stehen und liegen gelassen, und fünfzehn Minuten später steht jemand vor meiner Tür, trocknet Tränen, kocht Tee, läuft mit mir Kilometer durch den Wald oder übernimmt vorübergehend die Erwachsenenaufsicht. Damals bei der Trennung war das eine richtig üble Zeit. Aber sie waren an meiner Seite. Auch wenn ich das meiste trotzdem mit mir selbst ausgemacht habe. Mein persönlicher Lernbereich ist weniger das Geben. Das kann ich richtig gut - ich gebe gern, wenn ich jemanden in unser Leben lasse. Mein Lernbereich ist das Annehmen. Wirklich anzurufen. Zu sagen, ich brauche Dich. Nicht erst dann, wenn ich schon alles allein getragen, dreimal analysiert und vorsichtshalber noch den Müll rausgebracht habe. Das musste ich erst lernen. Und ich übe stetig weiter. Es kostet mich jedesmal Überwindung und ist ein Kampf mit mir selbst, aber ich werde allmählich besser.

Aber gestern saß ich da, zwischen diesen Frauen, diesen Geschichten und diesen völlig übertrieben schönen Karten, und dachte: "Fuck. So sieht echter Reichtum aus. Die lieben mich. Ich bin ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens." Und es ist einfach schön zu erleben, dass Menschen gern bleiben.

Dienstag, Dezember 23, 2025

tradition.

Weihnachten 2024 in einem Café in Berlin. Eine Frühstücksetagere mit mehr Leckereien, als zwei Menschen essen können. Wir hatten gute Gespräche, haben gelacht und an einer Stelle kurz geweint. Es ist immer wieder schön, wir sind mittlerweile seit fast 20Jahren befreundet. Und dann fragte meine Freundin neugierig nach ihm. Ich tat das, was ich am besten kann. Ausweichen, lächeln, Thema wechseln. Ich sagte nur, ich hätte dieses leise Gefühl, dass das grundsätzlich richtig gut passen könnte, aber eben nur ein Gefühl. Ich habe mir selbst nicht vertraut und weiter Abstand gehalten. Vorsicht schlägt Intuition, man kennt es. So schlau!

Und jetzt. Weihnachten, ein Jahr später. Wir halten an unserer Tradition fest und treffen uns in der Heimat, wenn ich da bin. Nur mit einer winzig kleinen Ergänzung, die ich letztes Jahr nicht mal im Entferntesten eingeplant hätte. Diesmal bringe ich ihn einfach mit. Man kann ja viel planen. Aber manchmal schlägt das Leben die besseren Bögen. Auch wenn ich's erst sehr spät kapiert habe. Verrückt. Wenn ich so darüber nachdenke, hat das eine gewisse Situationskomik.

Sonntag, Dezember 21, 2025

128.

Meine Damen und Herren, 128 Posts. In Worten: Hundertachtundzwanzig! Damit habe ich das Jahr 2012 zahlentechnisch eingeholt. Wer hätte das gedacht? Konfettibombe!

Dienstag, November 18, 2025

100!

Es ist Zeit für eine La-Ola-Welle. Machen Sie sich bereit! Dies ist nämlich der hundertste - in Zahlen 100(!) - Post im Jahr 2025. Konfettibombe!!! Ich war nie sicher, ob ich tatsächlich nochmal zurückkommen werde. Ich mochte die Welt des Micro-Bloggens ganz gern die vergangenen Jahre und habe sonst nur noch für mich geschrieben. Ich muss sagen, es macht wieder Bock und ist mittlerweile wie früher, ein Automatismus. Und selbst die Reichweite kommt wieder. Das ist spannend. 

Vor über 10Jahren hat der Ex mal pro Forma die Domain "Frau Eiskalt" für mich gekauft. Und als wir vorhin beim Essen zufällig nebeneinander gesessen haben, fragte ich ihn, ob die immer noch in seinem Besitz ist. Ist sie. Er richtet sie mir jetzt auf einem der Server ein und dann überlege ich endlich zu Wordpress umzuziehen, da hier bei Blogger viele Funktionen gar nicht mehr existieren. Könnte ein schönes Weihnachtsprojekt zwischen den Tagen werden. Mal schauen, wie weit meine Geduld dann final dafür reicht. Es ist auf jeden Fall schön, wieder hier zu sein. Willkommen zurück! Genießen wir einen Moment die Zahl 100!