Die Nacht hatte Zähne. Keine Geschichte, kein klarer Anfang, kein Ende. Nur Bewegung. Flucht. Beton unter den Füßen. Kälte an den Wänden. Schritte hinter mir. Kein Gesicht, nur Druck. Keine Worte, nur Demütigung wie ein Geruch, der sich festsetzt. Ich bin gerannt. Habe gesucht, obwohl Verstecke in Träumen nie halten. Diese Tiefgarage ist alt. Dunkel. Sie gehört nicht zur Gegenwart. Und doch kennt mein Körper jeden Winkel. Er stolpert, lange bevor der Verstand begreift. Ich erreiche die Tür und reiße die Klinke runter. Dann das Aufschrecken. Dieses gewaltsame Zurückgerissen werden in ein Zimmer, das sicher ist. Es ist 02.07Uhr, zeigt mein Display. Mein Atem geht zu schnell. Das Kissen ist nass. Meine Hände und Füße kalt. Für einen Moment keine Orientierung. Nur Herzschlag. Es ist seltsam, wie etwas Vergangenes sich anfühlen kann wie Jetzt. Wie der Körper nicht unterscheidet zwischen damals und heute. Wie er Alarm schlägt. Der Morgen danach ist dünnhäutig. Alles ein bisschen näher an der Oberfläche. Geräusche zu laut. Und gleichzeitig dieses nüchterne Wissen. Es war ein Traum.
Heilung verläuft nicht linear. Sie ist keine Treppe. Eher ein Kreis, der manchmal wieder durch alte Räume führt. Man glaubt, sie hinter sich gelassen zu haben und steht plötzlich wieder im Dunkeln. Aber ich bin aufgewacht. Das ist der Unterschied. Ich bin aufgewacht.
Was man sieht, hört und hinterfragt
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Ein bemerkenswertes Timing. Während Felix und die Kaltmamsell über
KI-generierte Inhalte stolpern und sich berechtigt darüber ärgern, erlebe
ich einen äh...
vor 16 Stunden
