Ich wurde der WhatsApp-Gruppe „Abitur-Jahrgang 2001“ hinzugefügt. Und plötzlich schaut man sich durch Profilbilder in eine Zeit zurück, die sich gleichzeitig ewig her und erstaunlich nah anfühlt. Einige Gesichter haben sich gefühlt überhaupt nicht verändert. Abgesehen davon, dass wir inzwischen angeblich einfach 25 Jahre mehr auf dem Tacho haben. Bei anderen sitze ich davor und bekomme das Gesicht beim besten Willen keiner Person von damals mehr zugeordnet. Irre, was Zeit mit Menschen macht.
Neulich habe ich erst ein Bild von einigen Jungs aus meinem Jahrgang gesehen, die sich scheinbar noch regelmäßig treffen. Bei zweien habe ich kurz gezuckt, weil ich erschrocken war, wie alt sie aussehen. Da war die Zeit wirklich nicht besonders gnädig. Teilweise hatte ich spontan deren Väter von damals im Kopf. Verrückt, diese Ähnlichkeiten. Und ja, in solchen Momenten freue ich mich dann jedes Mal ein bisschen darüber, dass ich offenbar immer noch locker als Mitte bis Ende 30 durchgehe und die Leute eher sehr überrascht sind, wenn ich ihnen verrate, dass ich Mitte 40 bin. Man muss die kleinen Siege nehmen, wie sie kommen.
Zum Treffen werde ich trotzdem nicht gehen. Es passt zeitlich gar nicht, ist mir zu kurzfristig und ehrlich gesagt bin ich auch nicht scharf genug darauf. Aber neugierig bin ich mittlerweile schon ein bisschen. Zumindest auf ein paar einzelne von damals und darauf, was aus ihnen geworden ist. Wir waren früher so ein vierblättriges Kleeblatt. Irgendwann ist das komplett auseinandergegangen. Vielleicht ist es genau das, was mich heute am meisten interessiert. Wer wir geworden sind, nachdem wir aufgehört hatten, gemeinsam zu sein. Vielleicht gehe ich in 2 oder 5Jahren doch mal zum Treffen. Who knows?
Nine of a week
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1. Zum Würstchenabendteuer eingeladen gewesen; Würstchen, Salate, Brot und
selbstgemachte Kräuterbutter 2. 1664 blanc, ein französisches Weißbier, was
man ...
vor 5 Stunden
