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Freitag, Februar 27, 2026

verdient.

Wenn ich keine Ohren hätte, würde ich im Kreis grinsen. Happiest Girl. 
Ich wurde die Woche öfter gefragt, "Hättest Du das mal gedacht - nach dem Start?" 

Und nein. Ehrlich? Nein. Nicht nach diesem holprigen und beschissenen Anfang. Nicht mit all der Geschichte im Gepäck. Nicht mit meiner Skepsis. Wir haben allerdings nicht so getan, als gäbe es keine Themen. Wir haben sie auf den Tisch gelegt und es war regelmäßig verdammt unbequem, aber ehrlich. Wir haben uns das hart erarbeitet. Und jetzt fühlt es sich nicht nach einem Rausch an, sondern nach Ankommen. Richtig ruhig. Und sowas von verdient. Liebe alles daran. 

Donnerstag, Mai 01, 2025

zen.

Irgendwas zwischen 120er Puls, Herzinfarkt, kontrolliertem Atmen in eine Papiertüte und völliger innerer Zen-Ruhe. Mein Nervensystem tanzt Rumba und ich stehe daneben und klatsche höflich mit. Ich habe alles voll im Griff. Vertraut mir!

Dienstag, April 29, 2025

nackt.

Ich fühle mich nackt. Von meinen Gefühlen so entblößt, dass ich Angst habe, der kleinste Windhauch könnte die starke Hülle, die ich mir in den vergangenen Jahren aufgebaut habe, jeden Moment zerstören. Eine Hülle aus Beherrschung, leisen Fluchten, aus der Kunst, zu funktionieren, auch wenn innen längst nicht immer alles stabil ist.

Eine Rüstung, die schwer geworden ist und doch Sicherheit verspricht. Aber manchmal kommt da jemand, der nicht an deine Rüstung klopft, sondern der einfach davor sitzen bleibt. Still. Geduldig. Jemand, der nicht fordert, dass du dich zeigst. Sondern dem Du Dich zeigen willst. Nicht, weil Du musst. Sondern weil Du spürst, dass es keine Rolle spielt, ob Du perfekt bist. Oder zerbrechlich. Dass Dasein genügt.

Und vielleicht geht es am Ende nicht darum, die Angst loszuwerden. Sondern darum, sie an die Hand zu nehmen und trotzdem einen Schritt weiterzugehen. Nackt. Unperfekt. Verletzlich. Echt.

Mittwoch, April 23, 2025

trick 17.

Es ist immer dasselbe Spiel. Er schreibt. Du lachst. Es knistert. Du denkst: Vielleicht dieses Mal. Spoiler: Wahrscheinlich nicht.

Denn Verliebtsein ist ein Trick. Einer, den der Körper uns spielt, damit wir uns noch trauen, Nähe zuzulassen, bevor der Verstand wieder Oberwasser bekommt. Und ja – es fühlt sich gut an. Aber echt ist es erst, wenn die Lichter wieder aus sind. Verliebtsein fühlt sich an wie der große Wurf. Alles kribbelt. Alles ist aufregend. Man redet zu viel, lacht zu laut und schreibt plötzlich Sätze mit drei Ausrufezeichen. Es ist ein chemischer Ausnahmezustand – Dopamin, Adrenalin, dieser ganze hormonelle Wahnsinn, der einem vorgaukelt: Das ist es. Endlich. Jetzt.

Und dann? Dann kommt der Teil, in dem das Licht wieder angeht. In dem man sich nicht mehr nur das Beste im Anderen vorstellt, sondern tatsächlich sieht, wer da neben einem sitzt. Ohne Filter. Ohne rosa Brille. Und dann entscheidet sich, ob da mehr ist. Liebe ist kein Rausch. Sie ist auch kein Versprechen. Sie ist Arbeit. Sie ist Bleiben, wenn es anstrengend wird. Sie ist Zuhören, wenn man müde ist. Sie ist Respekt, wenn man streitet. Liebe braucht keine Bühne. Aber sie hält die Stille aus.

Verliebtsein ist der Anfang. Liebe ist das Danach. Und ob aus dem einen das andere wird, zeigt sich erst, wenn der Hormonsturm sich gelegt hat. Wenn keine Projektionsfläche mehr bleibt, sondern ein Mensch. Verliebtsein ist der Funke. Liebe ist das Feuer, das du jeden Tag neu anzündest. Leise. Ohne Feuerwerk. Aber mit allem, was zählt.

Und morgen fragt wieder jemand, ob’s noch kribbelt.
Nein. Aber ich bleib trotzdem.

Samstag, Dezember 28, 2024

gefühle.


Gefühle binden Menschen, dachte ich immer.

Ich weiß nicht was es ist, was es war, wie es gewesen wäre oder wie es wird. Jedoch weiß ich, dass Gefühle nicht sterben können. Sie schlafen vielleicht, werden überdeckt, verdrängt – doch sie können jederzeit geweckt werden. Echte Gefühle sterben nicht. Ich glaube nicht, das Menschen sich ändern, sondern das sie geprägt werden. Man wächst an Situationen und Erfahrungen, guten oder schlechten. Sie formen einen. Das Leben ist wie ein Puzzle, ein unfertiges Bild. Jede Erfahrung ist ein Puzzleteil, jedes Gefühl und sogar Menschen können zu Puzzleteilen werden, fest verankert, denn ohne sie wäre das Puzzle nicht komplett. Jede Erinnerung ist ein Teil, welches zum kompletten Bild beiträgt. Diese besagten Puzzleteile sind individuell geformt. Manche Menschen hinterlassen Spuren, die unauslöschlich sind. Sie sind Teile, die sich perfekt einfügen, einzigartig und unverzichtbar.

Manchmal, jedoch, passen diese Teile nicht nur in ein Bild. Sie gehören zu mehreren Puzzles, zu mehreren Geschichten. Andere hingegen sind so speziell, dass sie nur in dein eigenes Puzzle passen. Wir bestimmen die Farben dieses Bildes, die Formen, die Schattierungen – und doch gibt es Elemente, die wir nicht beeinflussen können.

Ich bin glücklich und zugleich auch traurig. Ich bin dabei herauszufinden, wie das funktioniert. Vielleicht ist das glückliche Traurigkeit oder trauriges Glücklichsein? Ich schätze es ist egal, wie man es nennt. Es zählt nur, was wir spüren. Gefühle geschehen einfach. Sie überrollen uns manchmal, und wir können sie nicht steuern. Aber sie wollen gefühlt werden, und wir müssen lernen, mit ihnen umzugehen. Denn das ist Leben, oder? Zu fühlen. Gefühle auszudrücken. Sie zu akzeptieren. Sie zu teilen.

Gefühle können von anderen Menschen oder Situationen beeinflusst werden. Und genau das ist es: sich selbst zu fühlen, andere fühlen zu lassen. Sich in ein Netz aus Gefühlen einzuwickeln, nur um von jemandem daraus befreit zu werden – von jemandem, der versteht, was man fühlt. Jemandem, der nicht wegschaut, sondern bleibt.

Gefühle binden Menschen, dachte ich immer. Doch genauso können sie trennen. Wenn zwei Menschen nicht dasselbe fühlen. Wenn einer dachte, der andere fühlt genauso. Gefühle können täuschen. Und am schwierigsten ist es oft, sie überhaupt einzugestehen. Die meisten von uns tragen eine Maske, verstecken, was wirklich in ihnen vorgeht. Aus Angst, aus Scham, aus Gewohnheit.

Aber was wäre, wenn wir diese Masken einfach ablegen? Nur für einen Moment. Was wäre, wenn wir uns öfter zeigen, wie wir wirklich sind – roh, verletzlich, unbeholfen, echt? Vielleicht wären unsere Verbindungen dann klarer, tiefer, ehrlicher. 

Sonntag, November 12, 2023

hitzewallungen.

Im Kino ziemlich dicht neben ihm gesessen und plötzlich solche Hitzewallungen bekommen als er seine Hand 2Stunden fest und beruhigend auf mein Bein legte. Der innere Kampf in meinem Kopf zwischendurch: "Wechseljahre, Perimenopause? Auf welche Temperatur heizen sie eigentlich Kinosäle? Verdammt hätte ich bloß den dünneren, kurzärmligen Pulli angezogen. Soll ich ihn auch anfassen? Wohin? Hand? Bein? Oh mein Gott, schwitze ich etwa??? Warum musste ich idiotischerweise auch 2(!!) Schichten MakeUp auftragen statt einer? Hilfe! Einatmen! Ausatmen! Fühlt sich eigentlich ganz gut mit ihm an..."

Ey, Dating over 40 - ich bin einfach zu lange raus aus dem Game. Ansonsten war ich sehr entspannt.