Samstag, August 30, 2008

Fakt I

In mir drin ist alles gerade - sehr laut. Ich kann mich selbst nicht denken hören und ich bekomme, so sehr ich mich auch bemühe, einfach nicht mit, was ich eigentlich gerade fühle.

Innerhalb von ein paar Minuten ist plötzlich alles anders und doch nicht wirklich unterschiedlich zu dem Zustand davor.

Zudem die Frage: Wie kann man denn bitte, wenn man etwas schon seit Wochen kommen sieht, dennoch so überrascht sein, wenn es dann tatsächlich eintrifft ?

Fakt bleibt: ich weiß nicht, was ich fühle.

Freitag, August 29, 2008

Desillusionierung

Ach Mädels, ich kann nicht schlafen. Kein Wunder - habe gefühlte 48 Stunden geschlafen - jetzt bin ich ausgeruht. Mein Pc ist, Dank M., wieder voll einsatzfähig, er hat ihn vorhin aufgebaut, den Rest eingestellt, nun läuft er wieder und ich freu mich wie ein Plätzchen. Er ist wirklich toll - ich mag ihn.

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass das mit dem Verlieben früher mal einfacher war. Man traf sich, ging ins Kino, ins Museum oder Essen, küsste sich und war ein Paar. Es gab keine Überlegungen, ob man denn seine Freiheit aufgibt, ob die Freunde mit dem Neuen zurechtkommen, ihn mögen, ob man selbst zurechtkommt. Man fackelte nicht lang sondern machte einfach. Das hat bei mir immer gut funktioniert, zumindest für eine gewisse Zeit.

Heute bin ich desillusioniert, was die große Liebe angeht. Ich weiß, dass die Wahrscheinlichkeit, dass nach ein paar Jahren die Luft raus ist, groß ist. Dass einer den anderen betrügt, belügt oder verlässt. Dass Liebe allein eben selten reicht - es bedarf einiges mehr. Dass sie sich verändert und eventuell auch vergeht.

Was tue ich dagegen? NICHTS. Grübeln. Meine Kompromissbereitschaft ist mit den Jahren und Erfahrungen verloren gegangen - ich probiere nicht mehr alles aus wie früher.

Das gehört zum Erwachsenwerden dazu. Manchmal wäre es besser, sich einfach in etwas Unbekanntes hineinfallen zu lassen und ich ärgere mich, dass ich mir da selbst erfolgreich im Weg stehe. Aber meine Erfahrungen halten mich davon ab - ich habe gelernt. Ich glaube, dass sich alles wiederholt. Ich zweifel an der Liebe und an anderen. Noch viel mehr zweifel ich an mir selbst.

Warum tue ich mich so schwer? Was habe ich denn schon zu verlieren außer Zeit?

Edit 00.50 Uhr:
Ich bin echt ein bißchen doof - schieb's derzeit auf das Fieber und den Ausnahmezustand - ich habe ihn gestern Abend weg geschickt, dabei hat er sich so bemüht und wollte den Abend mit mir verbringen. Warum bin ich so unausstehlich und mache immer alles so schrecklich kompliziert? Er war so süss und hat mir Erkältungsmittelchen mitgebracht...ich glaube, er mag mich wirklich. Mhmmm...und ich kriege wie immer kalte Füße und weiß gar nichts...

Donnerstag, August 28, 2008

Das Leben geht weiter...

Manchmal da möchte ich einfach nur weglaufen - vor mir - vor allem…aber meine Beine sind wohl nicht schnell genug. Ob das wird, wenn ich erstmal eine leichtfüßige Gazelle bin???
Die Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt. Jedenfalls mag ich mich heute selbst nicht. Gut, das könnte mit meinen explodierenden Mandeln, 39°Fieber, Kopf- und Giederschmerzen im Zusammenhang stehen - ätzdend. Ich leide, eigentlich leide ich nie - zumindest nicht öffentlich vor anderen - und ich sehe so aus wie ich mich fühle - sexy und extrem gutaussehend ist was anderes ;o) Den Tag habe ich dick eingemurmelt auf der Couch verbracht, fernsehen und alles andere war ziemlich anstrengend, bin ständig eingeschlafen... - vorhin wurden die Details für die Beerdigung von Leni besprochen. Nächste Woche am errechneten Geburtstermin. Bei dem Gedanken daran möchte ich nur noch laufen, laufen, laufen...es ist so unglaublich makaber, Blumen für ihr Grab auszusuchen, sich zu überlegen, was auf der Schleife stehen soll. Ich will das alles nicht. Ich will mich nicht für immer verabschieden müssen. Ich will sie sehen. Wenn ich ihre Bilder anschaue, kann ich sie riechen. Beim erstenmal war ich so erschrocken, ich hatte auch zwei Tage nach der Geburt noch das Gefühl meine Hände riechen nach Leni. Sie roch so gut - nach Baby. Ich bin froh, dass ich bei der Entbindung dabei war und sie anfassen konnte - es war ein unbeschreibliches Erlebnis. Wunderschön - nur so falsch - es war so unglaublich still. Insgeheim hoffte jeder, dass sie sich doch bewegt - atmet, schreit - die Ärzte sie zum Leben erwecken können. Aber nichts.

Die Erde dreht sich weiter, das Leben bleibt nicht stehen - das ist schwer zu verstehen - mir kommt vieles so schrecklich unwichtig und banal vor...nächste Woche geht die Schule wieder los - Jubelschreie bleiben aus, das hole ich bei der Hefter- & Bücherverbrennung im nächsten Frühjahr nach.

Mittwoch, August 27, 2008

Modernes Übel?!

Unter Stalking (deutsch: Nachstellung) wird im deutschen Sprachgebrauch das willentliche und wiederholte (beharrliche) Verfolgen oder Belästigen einer Person verstanden, deren physische oder psychische Unversehrtheit dadurch unmittelbar, mittelbar oder langfristig bedroht und geschädigt werden kann.

Seit einigen Jahren ist Stalking ein zunehmend diskutiertes Thema. Noch vor einigen Jahren hatte man als Opfer rechtlich gesehen wenig Handhabe, da die gesetzlichen Grundlagen fehlten. Mit Gesetz vom März 2007 wurde in das deutsche Strafgesetzbuch der Straftatbestand der „Nachstellung“ eingeführt (§ 238 StGB). Eine einfache Nachstellung wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe bestraft.

Bislang dachten viele, das betrifft nur Prominente...nur leider ist es mittlerweile für einige von uns ein alltägliches Problem. Stalking scheint ein neuer Trend zu werden und niemand ist davor gefeit.

Laut Wikipedia werden die Täter in 6 Gruppen eingeteilt:

1 Zurückgewiesene Stalker - Gefühl der Demütigung, Zurückweisung - unter anderem meist Ex-Partner/ Freunde

2 Beziehungssuchende Stalker - Fehlwahrnehmungen der Beziehungsbereitschaft des Opfers, häufig Liebeswahn - Persönliches und weiteres Umfeld des Opfers

3 Intellektuell retardierte Stalker - Ungenügende Sozialkompetenz, überschreiten Grenzen - Persönliches und weiteres Umfeld (Nachbarschaft)

4 Rachsüchtige Stalker - sehen sich durch ihre gestörte Persönlichkeit fälschlicherweise selbst als Opfer oder bilden sich ein, Opfer der Personen zu sein, denen sie nachstellen; Hilfe, die sie bekommen, nutzen sie zur fortgesetzten Rache und Befriedigung aus - temporäres Umfeld (beispielsweise Arzt oder Rechtsanwalt als Opfer, jedermann im Umfeld des Opfers)

5 Erotomane, morbide, krankhafte Stalker - Kontrolle/Dominanz - meist psychopathische Persönlichkeit - Persönliches und weiteres Umfeld (Nachbarschaft)

6 Sadistische Stalker - Gefühl der Befriedigung - Persönliches und weiteres Umfeld

Die Frage, die sich mir stellt: Was sind das nur für Menschen? Warum tut jemand sowas? Sind sie gelangweilt, gestört oder wurden sie als Kinder zu heiß gebadet? Brauchen sie therapeutische Behandlung oder gibt sich das von allein? Wie ernst sollte/ muss man sie nehmen?
Und vor allem, wie schützt man sich davor?

Es ist unfassbar, was für eine Energie diese Menschen entwickeln und vorallem das sie scheinbar selbst jeglichen Bezug zur Realität verloren haben und nicht wissen, wann es genug ist. Mann muss doch merken, dass er sich irgendwann nur noch lächerlich macht - daran ändern auch massiveste Beschimpfungen gefolgt von Entschuldigungen, wegen des Ausrasters, nichts. Das geht nun seit April - meine Emailadressen habe ich geändert, das Handy ist nur noch lautlos, Anrufe mit unterdrückter Rufnummer ignoriere ich, ich scanne permanent meine Umgebung und drehe mich oft zweimal um.

...und das alles wegen einem Kaffee und verschmähter Zuneigung. Nur M.-P. war nicht ganz "sauber" - ich bekam innerhalb der ersten 2 Minuten den Titel "Süsse" *würg*, mindestens jeder zweite Satz endete mit "weißte ne?!", er hielt hochwissenschaftliche Vorträge über Schwangere und das diese kein normales Haarwaschmittel benützen dürfen, etc. (ich sah mich, vor meinem geistigen Auge, im 9 Monat schwanger mit Kernseife meine Haare waschen und noch schlimmere Sachen) ...wenn ich was Ironisches oder Witziges erwiderte, starrte er mich wortlos an. Ihm war anzusehen, wie sein Hirn die Information verarbeitete, er mich angestrengt anstarrte, er verzog keine Mine, sondern fing an sich verzweifelt zu rechtfertigen - also ein richtig humorvoller Zeitgenosse. Als er auf dem Weg zum Auto meinte, "jetzt können wir doch ne Runde knutschen!" und meinen Sicherheitsabstand durchbrach, um mir auf die Pelle zu rücken und mich zu betatschen - und dann mein "NEIN!" nach 5 Minuten wieder vergessen hatte, hatte er endgültig verloren. Ich war nur noch am Ausweichen seiner Zuwendungen und er krönte seinen "unwiderstehlichen" Auftritt noch, indem er mir teures Parfum schenkte - Ablehnung wurde natürlich nicht akzeptiert. Das ganze Treffen war sehr eigenartig und ich froh, dass ich ihn wieder los war...er fuhr mir noch ein Stück hinterher, ich bin geistesgegenwärtig nicht direkt nach Haus gefahren - da ich befürchtet habe, der klingelt auch Nachts noch an der Tür. Danach die Tage habe ich ihm nochmal erklärt, dass es bei dem einen Kaffee bleibt - seitdem ruft er ständig an, schrieb mir schwülstige Liebesbriefe, beschimpfte mich immer mal wieder, entschuldigte sich wieder.

...letzten Freitag, dann der derzeitige Eklat, während eines Kochabends bei Freunden ging ich ans Telefon, in der Annahme meine Oma sei es - Pustekuchen. Mein persönlicher Stalker war in der Leitung, mir ist vor Überraschung fast der Hörer aus der Hand gefallen...ich sagte ihm, er soll endlich die Anrufe unterlassen und beantwortete die Frage nach einem Mann in meinem Leben mit "JA" - er ließ einen Spruch ab, ich wünschte ihm ein schönes Leben und legte auf. Meine Freunde schauten mich verwirrt und fassungslos an - die Fassungslosigkeit & der Ärger stieg in den nächsten zwei Stunden, da wahre Sms-Bomben auf mich einprasselten. Den Inhalt kann und will ich nicht wiedergeben...jedenfalls geht der Terror weiter - Beleidigungen, Anrufe, Entschuldigungen, Liebesschwürre.

Ich habe beschlossen ihn erstmal weiter zu ignorieren - auch wenn es mir arg unter den Nägeln brennt, ihn unangespitzt in den Boden zu rammen. Sollte es auch am We weiter anhalten, zeige ich ihn an...


Gab es das in früheren Zeiten auch schon oder ist das ein Übel unserer modernen Zeit?

Dienstag, August 26, 2008

Grauzone

„Es geht immer um Emotionen - völlig egal, ob sie gut oder schlecht sind. Sie zeigen dir, dass du lebst. Manchmal möchtest du platzen, singen und tanzen vor Glück, manchmal fragst du dich, wie du das alles ertragen sollst, ohne komplett durchzudrehen, zusammen zubrechen oder aufzugeben. Aber egal, wie abartig schlimm oder aussichtslos dir eine Situation erscheint: es ist besser den Schmerz zu leben, traurig zu sein, alles zu verfluchen, zu schreien, toben, weinen, als sich ständig in dieser Grauzone der Gleichgültigkeit zu bewegen. Gleichgültig ist emotionslos und emotionslos ist gleichbedeutend mit tot. Wenn dich nichts mehr berührt, hast Du Dich unterwegs irgendwo selbst verloren und resigniert. Schmerz macht lebendig, Schmerz macht frei, und survival never goes out of style.“

Schwach sein, meine Gefühle nicht kontrollieren können - wie sehr ich das hasse. Gruselig - ich habe verdächtige Ähnlichkeit mit einem Zombie: aufgeplatztes Sofakissen auf dem Kopf, mein Teint hebt sich kaum von ner weißen Wand ab und tiefe Augenringe. Aber so ist es nun mal. Ich sitze mit Tränen in den Augen und grummeln im Magen in meinem Zimmer, tue mir schon selbst leid und stelle fest, dass ich mich so einfach gar nicht mag. Ich gestehe es in so einer Situation jedem zu, sich gehen zu lassen, zu weinen, traurig zu sein, zu toben, paralysiert die Decke anzustarren - nur mir nicht. Ich will stark sein für die anderen - ich versuche meine Gefühle auszuschalten, mich emotional zu distanzieren, damit mir die Ohnmacht & der Schmerz nicht ständig hart ins Gesicht schlägt.

Das SIND Emotionen und sie beweisen mir, dass ich lebe. Auf die beschissenste Art und Weise, die man sich so vorstellen kann. Im Grunde genommen weiß ich, dass das Leben immer wie Achterbahn fahren ist und dass sich oben und unten abwechseln. Es überrascht mich nur, in welcher Geschwindigkeit das passiert und dass es nach unten immer schneller geht als nach oben. Ein einziger Satz und alles lag in Scherben. Ich hoffe inständig, dass meine Familie diese Fahrt übersteht.

Montag, August 25, 2008

Warum...

müssen die Hundebesitzer sich eigentlich genau unter mein Fenster stellen und lautstark unterhalten??? Haben die keine Uhr? Ich funktioniere gleich Kondome zu Wasserbomben um...so schließt sich der Kreis - heute morgen war es so ein verzogener Hund - nun die Herrchen.

Unmöglich das Schlafdefizit auszugleichen...

Schlafdefizit

Menschen die unter einem Schlafdefizit leiden haben eine zu kurze Schlafdauer. Dies kann leicht behoben werden, man sollte sich nur mehr Zeit für den Schlaf nehmen.

Ach nee?!...kann mich so spontan nicht entscheiden, ob ich bei dieser sinnigen Erklärung lachen, weinen oder zustimmend mit dem Kopf nicken soll. Fakt ist, dass es schwierig ist Zeit zum Schlafen zu nehmen - zum einen sind da die sozialen Verpflichtungen, Kontakte pflegen, etc. Und wenn ich dann Zeit habe, totmüde, erledigt und voller Vorfreude ins Bett sinke - tritt das Phänomen auf, dass mein Akku schlagartig wieder MINDESTENS 150 % erreicht und in dem Zustand ist an Schlaf nicht zu denken. Hat jemand Tips???

Heute Abend geh ich mit dem Sandmann ins Bett, so! Mir fehlen allein dieses Wochenende noch ca. 10 Stunden Schlaf.

Donnerstag, August 21, 2008

Haltet die Welt an!



...ich will aussteigen.

zarter Schmetterling

Es sind die Glückskinder, die die Erde überspringen dürfen um dort hinzugelangen,
wofür wir einen harten, weiten Weg gehen müssen...


Leni - Mia

geboren & zu den Sternen voraus gegangen
am
21.08.2008 * 03.06 Uhr
49cm
2760g
und so wunderschön - sie scheint nur zu schlafen

Mittwoch, August 20, 2008

finstere Nacht

Ich liege da, es ist dunkel, Ruhe, Wind, Gedanken schwirren mir durch den Kopf, ich suche die Antwort, auf der schattendurchfluteten Decke meines Zimmer. Lichter wandern über die Decke, vereinzelt fährt ein Auto die Straße runter, Stille.
Traurigkeit und Ohnmacht dominieren mich, ich liege auf der Seite, starre ins Leere, bitte erlöse mich Schlaf! Erlöse mich von diesem Tag! Diesem Alptraum! Tränen kullern, kein Ziel, kein Glaube, kein Licht. Alles ist schwarz, die Nacht, meine Decke, mein Kissen, mein Herz - ich. Mein Bauch schmerzt, mein Kopf dröhnt. Ich bekomme kaum Luft. Ich reiße das Fenster weit auf, atme frische Luft, wälze mich hin und her, Minuten wie Ewigkeiten...dann kam er - der Schlaf.

Vakuum - I can't breath

There was never time enough
I can ´t breath
It´s to hard to think of love
I can ´t breath, I can ´t breath

Can ´t let my words betray
I want talk, I want talk
Words will never be the way
I want talk, I want talk

Many fears and many dreams
Many words out there
Hide the pain behind the smile
Behind the tears

You burned like fire
Burned like ice
Your heart tells
Your heart tells

You be strong and hold it in
Cause your heart still cares

Many fears and many dreams
Many words out there
Hide the pain behind the smile
Behind the tears

Many fears and many dreams
Many words out there
Hide the pain behind the smile
Till there are no more tears




Vakuum.
So fühlt es sich an.
Völlig leer.
Betäubt.
Ich kann nicht atmen.
Mein Herz sticht.
Kann keinen klaren Gedanken fassen.
Unverständnis.
Alptraum.
Will nur noch aufwachen!
Ich würde alles tun, um das ungeschehen zu machen.

Es hat mir vorhin das Herz zerrissen, das Kinderzimmer zu sehen, den Stubenwagen im Schlafzimmer, die Windeln, die zuckersüssen Bodies, die Fläschen in der Küche, den Kinderwagen, die Geschenke von der Babyparty, ...und begreifen zu müssen, dass all das unberührt bleiben wird. Das kann man nicht verstehen. Sowas gibt's nicht. Das passiert doch immer nur anderen! Kindstod in der 38. SSW. Wie soll ein Mensch das ertragen - ein totes Baby zu gebären, um es dann zu begraben und nur ein einziges Mal anfassen zu dürfen??? Mir ist so übel.

Noch vor wenigen Tagen haben Hanni & ich schon Babysitter-Wochenenden/ Tage ausgemacht, ich wollte mit der Kleinen im Frühjahr in den Tierpark. Wir waren alle so voller Vorfreude auf das neue Familienmitglied. Ich war so gespannt, wie Leni aussieht, ob sie Haare hat, zerknautscht ist, von wem sie die Nase hat. Gestern haben wir Hannis Geburtstag gefeiert...wer rechnet denn damit, dass am nächsten Tag auf den letzten Metern festgestellt wird, dass das Kind tot ist? Das ist grausam und so unwirklich. So verdammt unfair.

Dienstag, August 19, 2008

Air



Kleiner zarter Schmetterling auf meiner Hand,
warum bewegst du deine Flügel nicht?
Ich lege dich sanft auf ein grünes Moosbett,
versuche dir Leben einzuhauchen.
Vergebens, du wirst dich nie der
wärmenden Sonne zuwenden,
niemals dem Himmel nahe sein,
kleiner zarter Schmetterling auf meiner Hand.


Leni-Mia ist tot - bevor sie überhaupt geboren wurde. Keine Herztöne mehr.

Mein Bruder hat grad angerufen und bitterlich geweint - ich möchte ihn nur noch fest in den Arm nehmen. Ich versteh das nicht, würde am liebsten laut schreien...gestern hat die Kleine noch munter getreten. In gut zwei Wochen wäre es soweit gewesen...ich habe das Kinderzimmer renoviert, alles ist fertig. Die Fläschen stehen schon in der Küche. Ich glaube das einfach nicht.

Das kann & darf doch nicht sein!!!