Mittwoch, Dezember 30, 2009

tschüss.

Tschüss 2009. Schön, aufregend und emotional war's. Vorsätze für 2010 gibt es keine (abgesehen von 10h Sport/ Woche, weniger denken, mehr tun,...), die halte ich eh nicht ein. Vor kurzem hat mich jemand an etwas Wichtiges erinnert: "Es ist völlig unerheblich, was wir denken, es geht einzig und allein darum, was wir tun!" Diesen Satz mache ich zu meinem persönlichen Mantra für 2010. Es soll sich einfach alles weiterentwickeln und der Rest wird sich finden, wenn es soweit ist.

Den Jahreswechsel zum Anlass nehmend, möchte ich mich bei euch allen bedanken. Es erstaunt mich nach wie vor, wieviele Menschen hier täglich vorbeischauen. Und wie viele Menschen sich an den Diskussionen beteiligen, kommentieren, Mails schreiben, Mut machen, Tipps geben, einfach nur aufmuntern oder lachen. Es gab Momente der unfassbaren Freude, der Ohnmacht & Sprachlosigkeit, der Hyperventilation vor Aufregung, des Glücks, Kopfschüttelns - sprichwörtlich eine Achterbahn der Gefühle - die ich mit euch geteilt habe. Das ist es, was meinen Blog für mich so wichtig macht. Dafür danke ich euch allen von ganzem Herzen!

Auch wenn ich nicht immer meine Spuren hinterlasse oder antworte - ich lese und sehe euch alle. Und ich mag euch alle, naja fast (bis auf Herr Schmidt ;)) – bleibt so wie ihr seid auch 2010 und rutscht gut rein!

Ein glückliches neues Jahr mit vielen fantastischen Höhepunkten, wünsche ich euch.

Dienstag, Dezember 29, 2009

geschafft.

Im wahrsten Sinne des Wortes, wenn
+++
Frau Eiskalt morgens verschlafen zum Frühstück erscheint, sich noch ein Gedeck holt und dabei einen überdimensionalen Suppenteller erwischt und es nicht merkt. +++ Frau Eiskalt die kleinste Parklücke wählt, so dass sie sich bei der Rückkehr zum Auto fragt, wie sie aus dem Auto aussteigen konnte und ihr daraufhin innerhalb weniger Sekunden die Tür am Nachbarauto festfriert. +++ Frau Eiskalt beim Verlassen des Fitnessstudios versucht durch eine geschlossene Tür zu laufen, nur weil sie den Männern im Eingangsbereich nett zulächeln und das "Ciao" zurückhauchen muss. Naja wenigstens haben die erst laut gelacht, als ich außer Hörweite war. Sooo peinlich.


Die Verwandtschaft ist jedenfalls endlich wieder weg und Weihnachten damit nach 5 Tagen geschafft und ich auch. Wer hat behauptet Weihnachten sei erholsam? Bei dem feier ich nächstes Jahr.

Montag, Dezember 28, 2009

verfall.

Falten, hängendes Fleisch, Cellulite und knietiefe Augenränder.

Kommen die Tage eigentlich wieder, an denen man sich umwerfend gutaussehend und extrem sexy findet???

Samstag, Dezember 26, 2009

mechthild.



Am liebsten hätte ich den kleinen Terrorzwerg behalten. Wir haben gemeinsam ihr Weihnachtsgeschenk eingeweiht, einige Seiten meiner derzeit englischsprachigen Lektüre "Manhunting" gelesen (einer muss sie schließlich auf den Ernst des Lebens vorbereiten), rumgealbert, die Tante schön angekotzt, Arm in Arm geschlafen, gelacht, erzählt, die bunten Fensterbeleuchtungen der Nachbarn ausgewertet, gebrüllt, gekuschelt und gespielt. Die Kleine ist Zucker und ich bin immer noch ganz verliebt, obwohl sie mich morgens vor 09.00 geweckt hat... aber ihr Lächeln über beide Ohren und Rumgegluckse waren es wert.

Donnerstag, Dezember 24, 2009

wünsche.

Selbstverständlich überlasse ich euch nicht einfach der fetten Weihnachtsgans ohne ein paar gute Wünsche und Gedanken. Vergangene Woche habe ich auf Konnas Gedankendeponie einen Gastbeitrag geschrieben, mit dem ich euch an dieser Stelle gern in die Weihnachtsfeiertage schicken möchte.

Es ist der 14. Dezember 2009 und eigentlich fühle ich mich an wie Sommer, abgesehen von den sibirischen Temperaturen vor meiner Haustür. Ich trage kurze Hosen, einen Pulli, dicke Wollsocken sowie Schal und heize auf karibisch. Ich habe kein einziges Weihnachtsgeschenk und auch noch nicht wirklich in Ruhe darüber nachgedacht, was ich wem nun schenken könnte. Schlimmer noch: ich habe auch überhaupt keine Böcke darauf. Ein Zustand, der durch den Umbau der Wohnung, den ich seit Wochen parallel zum alltäglichen Leben stemme, sicherlich begünstigt wird. Zwischen Agentur, Meetings, Veranstaltungen, Farbeimern, Umzugskisten, Werkzeug, neuen Möbeln, Handwerkern, Speditionen und Suchaktionen z.B. nach der Kuchenspringform bleibt einfach wenig Zeit und noch weniger Nerven.

In ungefähr einer Woche ist Weihnachten und es fühlt sich an, wie die Einladung zu einer Party, die einem nicht richtig unangenehm ist, aber unbedingt hingehen will man auch nicht. Es ist mir sozusagen momentan ziemlich egal – ich habe andere Probleme – ich schiebe sämtliche Weihnachtsdeadlines fleißig vor mir her, aber so langsam sind sie allesamt mausetot. Die Tage um Weihnachten und den Jahreswechsel empfinde ich als ein Eckdatum und wenn man es genau betrachtet, ist so ein Jahr irgendwie wie ein Kartenspiel. Man betrachtet stets seine Karten, die man im Laufe eines Jahres zieht oder zugeschoben bekommt, legt sich eine Taktik zurecht und spielt seine Karten aus – vielleicht gewinnt man, vielleicht verliert man. It doesn’t matter, denn anschließend werden die Karten neu gemischt, gezogen und alles fängt wieder von vorne an. Zwar andere Karten, andere Gewinner und Verlierer, aber der Ablauf bleibt gleich. Die Tage zwischen Weihnachten und Silvester nutzt man um Bilanz zu ziehen – das Jahr Revue passieren zulassen. Man wird nachdenklich, traurig, glücklich,… und nimmt sich eventuell selbst ins Gebet. Ein Jahr endet – etwas Neues beginnt. Das Buch 2010 liegt reinweiß vor uns und wartet darauf beschrieben und gefüllt zu werden.

Das tut jetzt aber eigentlich nichts zur Sache, denn eigentlich wollte ich ja über meine Assoziationen und Erinnerungen bezüglich Weihnachten schreiben. Als ich mein Gedächtnis vor kurzem durchkramte, in der Hoffnung auf eine Erinnerung zu stoßen, die mich ein wenig weihnachtlicher einzustimmen vermag, kam ich auf die Erkenntnis, die bedauerlicherweise wahrscheinlich jedem von uns bereits bewusst ist: Weihnachten ist unübertrefflich, wenn ein Kind da ist, das noch an den Weihnachtsmann glaubt. Das Wahren des großen Geheimnisses, das geschickte Aushorchen nach Geschenken, das Verstecken der Geschenke, das heimliche Suchen und dann auch noch die wirklich strapaziöse Aufgabe der Erwachsenen, sich diese Verstecke zu merken. Einfach großartig. Nie hat Weihnachten mehr Spaß gemacht.

Obwohl, das stimmt so nicht. Am allerbesten war Heiligabend nämlich, als ich selbst noch daran glaubte. Dass ein großer, breitschultriger, gemütlicher, alter Mann mit weißem Rauschebart, warmer Stimme und rotem Mantel an einem Abend im Jahr auf seinem Schlitten herumfliegt und allen Kindern Geschenke bringt. Wie schön war es doch, tatsächlich zu glauben, dass es ein Wesen gibt, das niemand jemals wirklich gesehen hat. Zumindest kein Kind. Ja, Erwachsene manchmal, aber immer nur am Fenster vorbei fliegen und bis man dann selbst zum Fenster gestürzt war, war es auch schon weg. Logisch, dass den Weihnachtsmann nie einer wirklich sehen konnte, er muss schließlich innerhalb eines Tages alle Kinder weltweit beschenken – er ist der viel beschäftigste Mann in diesen Tagen. Dieser Mann hat mich fasziniert. Die Wünsche der Kinder einfach so zu wissen, Säckeweise Geschenke zu schleppen und auf einem Schlitten fliegen zu können. So sehr ich ihn manches Jahr auch gefürchtet habe, so sehr habe ich ihn auch geliebt und er hat mich nie enttäuscht. Es roch nach Plätzchen und Spekulatius, das Wohnzimmer wurde von Kerzen und einem hübsch geschmückten Baum erleuchtet, die Pyramide mit den Holzfiguren drehte sich, aus den Lautsprechern drang Musik mit Glockengeläut und wir Sprösslinge übten im Kinderzimmer im aufgerüschten Kleid und Hemd aufgeregt unsere Gedichte und Lieder, die wir extra für den Mann mit dem Rauschebart gelernt hatten. Eine magische Zeit, so unbefangen und unbekümmert.

In diesen Tagen vermisse ich diese Zeit, Magie und den Weihnachtsmann manchmal. Ich möchte einmal nochmal Kind sein und an diesen großartigen Mann glauben, diese Aufregung und Vorfreude spüren. Er müsste mir noch nicht mal ein Geschenk mitbringen, lediglich dieses Gefühl. Leider kann ich mein Wissen nicht rückgängig machen. Jedoch bleibt ein kleines Trostpflaster, nämlich der Gedanke daran, dass ich irgendwann vielleicht selbst ein Kind haben werde und damit dann zum Santa Claus Bodenpersonal gehöre und der ganze Zauber wieder ein bisschen spürbarer wird. Ein schöner Gedanke mit dem ich zum Schluss kommen möchte.

Vergesst nicht während aller Hektik, Weihnachten findet genau genommen in unserem Herzen statt, welches uns das Jahr über gelegentlich das Leben so schwer macht. Zugleich aber auch der allerbeste Grund überhaupt ist, jeden Morgen wieder lächelnd auf die Straße, raus in die Welt zu gehen. Weihnachten passiert in der Brust und nicht auf der Straße oder in irgendwelchen Geschäften!

Ich wünsche allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest, Zeit innezuhalten und nach vorne zu schauen, neue Ziele zu formulieren – um sie 2010 zuversichtlich zu realisieren, und ein paar dieser Momente, in denen man jemandem eine Kleinigkeit in die Hand drückt und dieser Mensch beim Auspacken dieses aufrichtige Glänzen in den Augen hat.


In diesem Sinne wünsche ich euch ein wunderbar entspanntes Fest, Zeit zum Genießen und alles Liebe! Übrigens habe ich meine Geschenke alle rechtzeitig zusammen bekommen und sogar noch pünktlich Weihnachtskarten verschickt ;) ...jetzt fehlt nur noch die Weihnachtsstimmung.
Also merry X-mas!

Mittwoch, Dezember 23, 2009

gesprächsfetzen.

+++ Oma Eiskalt betrachtet beeindruckt ihren Gepäckberg vor der Abreise in den Hauptstadtweihnachtsurlaub: "Die Nachbarn denken bestimmt, ich wander aus." - Frau Eiskalt zuckersüss lächelnd und für die Nachbarn gut hörbar: "Na Oma, dann bringen wir Dich jetzt mal in das Altersheim, dass wir für Dich ausgesucht haben." +++

+++ Frau Eiskalt lenkt das Auto bei Glatteis durch eine äußerst bescheidene 90Grad-Rechtsbaustellenkurve. Oma Eiskalt aus heiterem Himmel: "Oooooooooh guck mal, da drüben ist ein Schwan!" - Frau Eiskalt: "Würdest Du bitte Deinen Zeigefinger aus meinem Auge nehmen und mich fahren lassen!" +++

merke.

Merke! Unter bestimmten Umständen bringt man es so­gar fer­tig, ei­ne seit bald einem Mo­na­t defek­te Glüh­bir­ne aus­zu­wech­seln.

Dienstag, Dezember 22, 2009

gelacht.

Brüderlein Eiskalt hypnotisiert den Kühlschrankinhalt. Fürchterliche Angewohnheit.
Frau Eiskalt: "Sag mal, hast Du eigentlich ein Foto Deiner Ex in der Brieftasche?"
Bruderherz: "Ähm ja...noch.", schaut irritiert.
Frau Eiskalt: "Dann wird es Zeit, dass Du das gegen ein Neues austauscht. HIER! Such Dir eins aus!!!" und drückt ihm grinsend folgende Fotos in die Hand.



Der "Du-bist-so-blöd-wir-können-unmöglich-verwandt-sein"-Blick war unbezahlbar.

Montag, Dezember 21, 2009

frühaufsteher.


Ein URLAUBS-Montagmorgen im Hause Eiskalt. Punkt 06.30 Uhr aufgewacht, Weihnachtskorespondenz fertig gestellt und Frühstück gemacht. Finde den Fehler!

Sonntag, Dezember 20, 2009

glatt.

Was macht Frau Eiskalt nach einer durchzechten Nacht, wenn Sie den Brunch mit einigen Berliner Twitterern verschläft und draussen sibirische Kälte herrscht? Sich von oben bis unten mit Zuckerpaste einschmieren, eine Schokoladenmaske sowie Haarkur, zupfen, cremen, lackieren und fönen, um anschließend auf die Idee zu kommen, doch ins Fitnessstudio zu einer extra schweißtreibenden Cardiosession zu gehen. Na wenigstens sehe ich dabei richtig gut aus & rieche erstklassig.

Samstag, Dezember 19, 2009

brechreiz.

Machen wir uns nichts vor, an der Weihnachtszeit ist nicht mehr viel Besinnliches, wenn man einen Unter-Nachbarn hat, der mit einer bahnbrechenden Penetranz & Lautstärke seine alten DJ Bobo Scheiben hört. Und deswegen geh ich jetzt da runter, hau' dem eine aufs Maul und dreh ihm die Sicherung raus - auch wenn er mit seinem Musikgeschmack schon genug gestraft ist. Muss sein. Und wenn er fragt warum, kriegt er noch mal eins drüber - zur Reserve.

Freitag, Dezember 18, 2009

gefährlich.

Frau Eiskalt springt vor den Papiertonnen mit einem Cuttermesser auf den überdimensionalen Möbelkartons rum, um diese in ein kleineres Format zu zerlegen, als ein Nachbar mit seiner zähnefletschenden, kläffenden Miniaturkampfratte den Ort des Geschehens passiert. Wäre dieser Zwergpintscher nicht angeleint gewesen, hätte er mir wahrscheinlich am liebsten die Halsschlagader durchgebissen - das ist der einzige Hund weit und breit, der jedesmal wie irre auf mich losgeht.

Frau Eiskalt lächelt entwaffnend, aber genervt. Der Hund zerrt kläffend an der Leine und das Herrchen eindringlich zum Tier: "KOMM Lisa!!! Die Frau hat ein Messer und ist gefährlich." Leute gibt's.