Freitag, Mai 11, 2018

wir werden glücklich sein.

Manchmal werde ich gefragt, wie es uns wirklich geht? Ich weiß nie, was ich darauf antworten soll, außer "Ganz gut.". Melodramatische Zusammenbrüche liegen mir nicht. Also was soll ich erzählen??? Dass die Untermieterin große Probleme hat, Unterstützung eines Kinderpsychologen erhält, aber allmählich zur alten Form zurück findet - was uns Mädels enorm viel Kraft und Tränen gekostet hat? Oder das mich die Frage eines Therapeuten, ob ich auch irgendwann mal wütend sei und es zeige statt immer nur supergeduldig & verständnisvoll lächelnd für alle zu funktionieren, völlig unvorbereitet in Tränen hat ausbrechen lassen?

Wir reden sehr, sehr viel. Manchmal halten wir uns einfach nur fest. Wir lachen viel und gern. Wir toben. Wir fluchen. Wir weinen. Wir machen uns Mut. Wir leben wirklich alle Emotionen. Diese Challenge hat uns so eng zusammenwachsen lassen, dazwischen passt kein Blatt mehr. Ich bin ihr sicherer Hafen, ihr Anker, ihre Löwenmutter und sie ist der Grund, der mich unentwegt entschlossen weitermachen lässt. Dieses Alleinerziehenden-Ding hat mich so geduldig und stark gemacht. Eine meiner größten Ängste war es immer irgendwann allein mit einem Kind dazustehen. Jetzt kann ich sagen, gibt es kaum noch etwas, was mir Angst macht.

In mir ist trotzdem eine große Leere und gleichzeitig eine Last, die mir manchmal die Luft zum Atmen nimmt. Mich hat noch kein Mensch jemals so unfassbar enttäuscht und in jeder Hinsicht hängen lassen. Ja, ich bin wütend und traurig, aber ich habe keine Zeit dafür. Wir haben uns stattdessen entschieden positiv nach vorn zu schauen und unser Leben in die Hand zu nehmen. Wir werden glücklich sein, das ist sicher :)

Montag, April 23, 2018

aufgewacht.

Noch nie bin ich so dauerhaft durch die Nacht getrieben worden. Er hat mich verfolgt, geschlagen und zutiefst gedemütigt. Durch eine dunkle, dreckige und alte Tiefgarage bin ich gestolpert auf der Suche nach einem Ausweg oder einem guten Versteck. Doch erst nach Stunden konnte ich vor meinem Peiniger flüchten.

Nass geschwitzt bin ich aufgewacht.

Samstag, April 21, 2018

du.

Du hast etwas Tragisches an Dir. So eine besondere Form der Verletzlichkeit, an die man selbst dann nur schwer drankommt, wenn man sich durch diese vielen Schichten Spaßvogel, Großkotzigkeit, Arroganz und Überheblichkeit gekratzt hat - bis man keine Fingernägel mehr zum Kratzen hat. Und doch will ich Dich wissen lassen, wer ich bin und was mich dazu gemacht hat. Die Summe meiner Einzelteile habe ich Dir als Puzzle vor die Füße geworfen. Aber wer hat heute überhaupt noch Lust und Zeit zum Puzzlen?

Montag, April 16, 2018

BÄM.

Als wir uns begegnet sind, habe ich nicht im Entferntesten daran gedacht, dass Du solch hohe Wellen in meiner Welt schlagen würdest. Du kamst wie aus dem Nichts und es machte "BÄM". Du hast mich innerhalb von kurzer Zeit schon mit Deiner Liebe gewärmt. Eine Liebe, die mir so gut tat, wie schon lange nichts mehr. Die mich von innen heraus strahlen ließ. Mir eine andere Sichtweise auf die Welt gezeigt hat. Durch Dich habe ich gelernt, wieder zu fühlen. Ich habe vermutlich die tiefste Geborgenheit in Deinen Armen gespürt, die ein Mensch fähig ist, zu empfinden. Wahrscheinlich warst Du Dir nie darüber im Klaren, welch enormen Auswirkungen Du auf mich hast. Du warst so viel mehr als all die anderen davor. Hast mir so viel Hoffnung gegeben, so viel Zuversicht, dass alles gut werden kann.

Dein Lachen klingt in meinen Ohren nach, wenn ich darüber nachdenke, wie gut es uns ging. Wie wohl ich mich bei Dir gefühlt habe. Wie nah und vertraut es zwischen uns war. Obwohl Du eigentlich niemand warst, den ich unbedingt von Anfang an haben wollte oder schon aus der Ferne beobachtet habe. Auf einmal warst Du einfach da. Und ich glaubte, ich habe mein Glück gefunden. Du hast den schönsten Humor, den ich mir vorstellen kann -  meinen eigenen. Irgendwie hast Du mich immer ein bisschen an mich selbst erinnert.

Du hast angefangen zu zweifeln und ich habe zu spät realisiert, dass dieser Zustand nicht lange halten kann. Habe immer versucht, an uns zu glauben. Ich dachte, wenn ich nur fest genug an uns glaube, dann wird schon alles gut werden. Aber genauso schnell wie Du gekommen warst, bist Du nun wieder verschwunden. Und hast mich zurückgelassen. BÄM.

Du hinterlässt eine seltsame Leere in mir. Eine Leere, die mir ab und zu das Gefühl gibt, keine Luft mehr zu bekommen.

Sonntag, April 15, 2018

liebe ist...

Liebe ist der Moment, von dem an man nicht mehr weiß, wie man das Lieben lassen soll.
Ich weiß nicht, wie ich Dich wirklich gehen lassen soll.

Montag, April 09, 2018

mein held.

Es hört nicht auf zu nagen, die Gedanken an das, was hätte sein können. Gedanken an Deine Hände. An Deine irren Geschichten, fast schon Märchen, in denen Du der weiße Ritter warst. Da auf unserem Sofa, da warst Du ein Held. Mein Held. Hast meine Dämonen besiegt und die Drachen gleich mit. Hast sie verbannt, ich dachte für immer. Aber jetzt bist Du weg. Und sie sind zurück. Vielleicht sind wir irgendwann besser füreinander? Aber jetzt bin ich Chaos in Deinen Gedanken und Du Gift in meinem Herzen.

Samstag, April 07, 2018

voll mit leere.

Manchmal fühle ich mich ein bisschen verloren in mir selbst. Manchmal bin ich so wenig ich. Nächte verschwimmen und werden zu Tagen. Alles ist graubunt. Und mittendrin bin ich. Mein Körper ist Schmerz. Mein Kopf ist so voll mit Leere. Wir tanzen lachend durch die Trümmer unserer Existenzen und tun so, als wären wir frei. Und so alleingelassen mit unseren Wünschen, Hoffnungen, Ängsten, Sorgen und Träumen. Für Gefühle ist kein Platz mehr. Wir benutzen Menschen wie die hölzernen Wegwerfstäbchen vom Sushiladen um die Ecke.

Mittwoch, April 04, 2018

das leben.

Dann sitzt Du im Flugzeug, brichst völlig unerwartet in Tränen aus und kannst überhaupt nicht mehr aufhören. Starrst blind aus dem Fenster. Und plötzlich nimmt der Fremde neben Dir Deine Hand, hält sie einfach nur beruhigend einen Moment fest und verwickelt Dich aufmunternd lächelnd in ein spannendes Gespräch über die VAE, Gaspreise, aktuelle Politik und das Leben.

Dienstag, April 03, 2018

vergessen.

Zwischen endlos wirkenden Straßenbahnfahrten und langen Nächten, in denen ich kein Auge zu bekomme. Will ich vergessen, wie es sich angefühlt hat.

Montag, April 02, 2018

weißt du, was für mich Liebe ist?

Wovor hattest Du mehr Angst? Dass Du mein Herz loslässt oder dass es für immer Dir gehören könnte? Ich wünschte, Du könntest fühlen wie ich. Dass das, was wir hatten ganz ganz groß war. Und echt und gut. Aber es tut weh. So weh zu sehen, dass Du das Offensichtliche nicht gesehen hast.

Weißt Du, was für mich Liebe ist? Den anderen zu erkennen und sehen. So wie er ist. Und deswegen habe ich Dich gehen lassen.

Mittwoch, März 28, 2018

flucht nach vorn.

Du belügst Dich. Du belügst mich. Fortwährend. Flucht nach vorn, geradeaus. Rückwärts war nie eine Option. Gedanken hängen trotzdem noch immer in der Luft. Dein Verschwinden aus unserem Leben ist immer noch mehr als unverständlich.

Sonntag, März 25, 2018

fräulein eiskalt.

Wie die Untermieterin (6) das Nachbarskind (11) einlud, ihr Kinderzimmer aufzuräumen, als wäre das eine ganz besondere Ehre. Das Schlimme, die Meisten können meinem Kind keinen Wunsch abschlagen. Dreißig Minuten später war es picobello aufgeräumt, wobei die Arbeit der Untermieterin darin bestand, ihrer Freundin zu zeigen, was noch aufgeräumt werden muss und entsprechende Anweisungen zu geben. Danach verabschiedete sich unser Nachbarskind glücklich lächelnd.

Irgendwas mache ich falsch. Wahrscheinlich hätte ich dem Kind die Einweisung unserer letzten zwei Hauselfen überlassen sollen, dann hätten wir vielleicht noch eine. So sind wir seit Juli ohne unterwegs.  

Samstag, März 24, 2018

.

Alles, wovor ich jemals weggerannt bin, war niemals hinter mir her.
Es war in mir drin.

(gelesen by meg_gyver

Freitag, März 23, 2018

zerstreuung.

Ich möchte, dass sich wieder alles richtig anfühlt und wenn es sich schon nicht richtig anfühlt, dann doch vielleicht ein bisschen weniger falsch. Ich möchte irgendwann wieder lieben und neue Menschen treffen, die mich wirklich begeistern und auf sie einlassen. Ich möchte, dass sich nicht alles wie ein Theaterstück anfühlt. Jeden Tag spiele ich Theater, eigentlich liebe ich ja diese schöne und bunte Scheinwelt. Aber gerade mag ich nicht mehr. Ich mag gar nichts mehr. Ich lache, arbeite, treffe Freunde, reise, lerne neue Menschen kennen. Suche Ablenkung und Zerstreuung. Versuche zu leben. Aber ich tue es irgendwie nicht. Mein Herz ist nicht dabei. Es bleibt bei einem Versuch.

Donnerstag, März 22, 2018

mehr.

Du warst Geborgenheit, Freiheit, Sicherheit und unbeschwert sein. Du warst so viel mehr, als das was Du vermutest.

Mittwoch, März 21, 2018

mein herz.

Jeder Mensch in meinem Leben hat sein eigenes Plätzchen in meinem Herzen. Manche passen in eine winzige Streichholzschachtel, klar begrenzt und nur vereinzelt gebraucht. Manche haben ganze Kisten für sich, vollgepackt mit Erinnerungen. Und wieder andere sind so gewaltig, dass niemand es schafft, sie ganz zu schließen - ihre Enden so undeutlich und offen. Die Gefühle darin sind manchmal wirr, wild, bunt, manchmal belanglos und immer echt. Keine Floskeln und Umschreibungen. Dafür Tränen, Lachen, Liebe und Wärme. Im Überfluss.

Dienstag, März 20, 2018

herzkompass.

Vielleicht wirst Du mir jeden einzelnen Tag fehlen. Und gleichzeitig freue ich mich darauf, wenn alles wieder seinen gewohnten Gang geht und sich normal anfühlt. Wenn ich nicht mehr das Gefühl habe, dass mein Herzkompass komplett kaputt ist, die Nadel, egal in welche Richtung ich gehe, immer wieder auf Dich zeigt und ich im selben Augenblick weiß, dass das nicht der richtige Weg ist.

Montag, März 19, 2018

trotzdem.

Trotzdem ist da dieses Vermissen. Ich vermisse es mit Dir zu lachen. Ich vermisse die Vorfreude auf Dich, genauso wie das Gefühl angekommen zu sein und nicht mehr zu suchen. Ich vermiss Deine Gemeinheiten und Umarmungen, genauso wie das Gefühl neben Dir einzuschlafen und aufzuwachen. Das Gefühl in Dich verliebt zu sein. Ich bin es nicht mehr. Aber noch viel mehr als dieses Gefühl, vermisse ich Dich als Freund. Ich vermisse Dich.

Sonntag, März 18, 2018

umsonst.

Ich habe gekämpft. Und wie. Um Dich und mich. Um unsere kleine Familie. Überzeugt war ich - den richtigen Kampf zu kämpfen. Sonst hätte ich nicht gekämpft. Ich hab für unsere Liebe und  Freundschaft gekämpft. Dann war da diese tiefe Verzweiflung, Hilflosigkeit und Ratlosigkeit. Ich bin für Dich ersetzbar und austauschbar geworden. Das warst Du für mich nie.

Danach war da nur noch die Wut. Ich war so verdammt wütend auf mich, auf Dich und den Rest der Welt. Am meisten war ich wütend auf Dich. Du hast mich mehr verletzt als alle anderen Menschen bisher. Du hast mein Herz in Fetzen gerissen. Ich habe Dich sehr geliebt, aber das gibt Dir noch lange nicht das Recht mir wehzutun. Warum zum Teufel warst Du nicht in der Lage einmal ehrlich zu sein? Ehrlich zu Dir selbst und zu mir? Das hätte ich verdient gehabt. Ich weiß, dass Du das auch getan hast, um mir nicht weh zu tun, das macht aber überhaupt gar nichts besser.

Du hast gewusst, dass es so enden würde. Ich nicht. Du hast mich sehenden Auges ins Messer laufen lassen. Du hast gewusst, dass ich irgendwann müde bin. Keine Kraft und keinen Willen mehr zum Kämpfen habe. Ich hätte uns ein anderes Ende gewünscht, wirklich. Eines, in dem Du wenigstens den Versuch unternommen hättest, um uns zu kämpfen. Das Einzige, was mich tröstet ist, dass nicht nur ich etwas verloren habe, sondern auch Du. Du hast sogar so viel mehr verloren. Da war so viel Gefühl. Nur für Dich. Alles umsonst.

Samstag, März 17, 2018

tatsachen.

Wir werden nicht zusammen alt werden, uns gegenseitig ärgern, necken, lachen und dann abends Hand in Hand miteinander einschlafen.

Freitag, März 16, 2018

loslassen.

Ich habe Dich losgelassen. Dich sein gelassen. Dich selbst sein lassen.

Ich habe den Gedanken losgelassen, dass Du und ich zusammen gehören. Ich lasse die Dinge sein, wie sie sind. Versuche schon länger nicht mehr ihren Lauf zu beeinflussen. Ich gebe dem Verlauf der Dinge Zeit. Ich gebe mir Zeit. Und ich werde Dir verzeihen. Nicht für Dich, sondern für mich. Und unsere Untermieterin, das Weltbeste von uns. 

Donnerstag, März 15, 2018

mach's gut.

Wie kann ich Dir nur für all die wunderbaren Jahre der Liebe und Freundschaft danken? All meine Erinnerungen mit allen Höhen und Tiefen hätten ohne Dich nicht die geringste Bedeutung. Ich würde gern sagen, ich würde alles wieder genauso machen - mit Dir an meiner Seite. Aber gerade ist da kein Gefühl mehr. Ich hatte Angst davor, so große. Ich habe mit Dir den Menschen verloren, der am nächsten an mir dran war. Meinen Partner in Crime, mein Herz, meine Liebe, meinen besten Freund. Meinen Lieblingsmenschen.

Ich war so felsenfest überzeugt, wir würden alle(!) Herausforderungen rocken, miteinander alt werden, irgendwann auf unserem Boot sitzen, lautlos dem Sonnenuntergang entgegen segeln und uns tattrig, aber glücklich und erfüllt von Zufriedenheit & Liebe an den Händen halten. Weißt Du noch, was mein Motto auf der Party war? Vor über 8Jahren als wir uns kennen und lieben gelernt haben? "Mache niemanden zu Deiner Priorität, für den Du nur eine Option bist!" Also mach's gut und werde glücklich!