Offiziell habe ich seit heute Urlaub. Inoffiziell kann ich mir das in die Haare schmieren. Alles wie immer. Und jeden Sommer versuche ich, entspannter in den Urlaub zu starten. Bis dahin liegen noch mehrere volle Arbeitstage, offene Aufgaben, nicht beantwortete Mails und diese besondere Form von Kleinkram vor mir, die jeweils nur zehn Minuten dauert und am Ende zuverlässig mindestens zwei ganze Tage frisst. Gedanklich bin ich deshalb noch nicht am Meer. Ich bin bei Präsentationen. Rückfragen. To-do-Listen. Dingen, die unbedingt noch vorher erledigt werden müssen, obwohl sie letzten Donnerstag noch vollkommen entspannt bis nach dem Urlaub hätten warten können.
Urlaubsvorfreude setzt bei mir erst ein, wenn keine Aufgabe mehr versucht, sich unauffällig ins Handgepäck zu schummeln. Ich möchte viel lieber in Ruhe Bücher auswählen, die ich lesen möchte. Schreiben. Weniger online sein. Den Kopf leiser bekommen. Stattdessen überlege ich gerade, welche Dateien ich noch verschicken muss und ob ich für die Calls am Meer ein halbwegs seriöses Oberteil brauche. Meine sehr konsequente digitale Reduktion läuft hervorragend. Ich gehe davon aus, dass ich im Auto irgendwann merke, dass wir wirklich fahren. Bis dahin arbeite ich mich in Richtung Urlaub. Meterweise.
Die Stimmen in mir
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Manchmal meldet sich der Alltag:„Boah, beweg deinen Arsch, raus aus der
Bude!“ Die Einzelgängerin in mir warnt:„Da müssen wir unter Menschen!“
Wünsche mach...
vor 17 Stunden

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