Samstag, November 07, 2026

samstagsprogramm.

Aufgehübscht. Kurzes grünes Strickkleid, Haare gemacht, ein bisschen Farbe ins Gesicht. Ich gehe mit dem Teenager in die Stadt. Wir brauchen eine neue Brille. Außerdem wollen wir in die Buchhandlung und ein paar Dinge einkaufen. Ein vollkommen unspektakulärer Samstag also. Ich mag das. Besonders die Brillensuche dürfte sehr unterhaltsam werden. Schließlich muss ein Gestell gefunden werden, das gefällt, zur Gesichtsform passt und vor allem nicht den Eindruck erweckt, die eigene Mutter hätte es ausgesucht. Eine anspruchsvolle Aufgabe. In Buchhandlungen sind wir uns glücklicherweise einig. Man kann nie zu viele Bücher haben. Höchstens zu wenig Platz. Und beim Einkaufen werden wir vermutlich wieder Dinge entdecken, von deren dringender Notwendigkeit wir bis vor fünf Minuten noch nichts wussten. Ich freue mich auf solche Tage. Keine großen Ereignisse. Kein durchgetaktetes Programm. Einfach gemeinsam durch die Stadt ziehen, Unsinn reden, Dinge anprobieren und vielleicht zwischendurch irgendwo etwas trinken. Ich finde ohnehin, dass wir viel zu häufig glauben, ein Wochenende müsse besonders aufregend sein, um als gelungen durchzugehen. Dabei reicht es manchmal völlig, sich hübsch zu machen, mit dem kleinen Lieblingsmenschen loszuziehen und den Tag einfach passieren zu lassen.

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