Ich habe dieses Wochenende eventuell wirtschaftlich etwas die Kontrolle verloren. Gestern 300 Euro für schönstes Schreibmaterial ausgegeben. Heute knapp 580Euro für eine neue Brille fürs Kind. Aber hey, die Krankenkasse übernimmt vermutlich 37 Euro in Summe für die Gläser. Ich lache sehr laut. Und weil ich offenbar beschlossen habe, meinen finanziellen Ruin mit einer gewissen Eleganz zu begehen, noch drei hübsche Strumpfhosen für 75 Euro. Für mich. Man gönnt sich ja sonst nichts. Die 180 Euro für Skisocken und Thermounterwäsche aus Merinowolle in den letzten Tagen für die Skifreizeit Anfang 2027 ignorieren wir an dieser Stelle großzügig. Schließlich handelt es sich dabei um eine langfristige Investition in die Zukunft. Und ein warmes Kind. Den Rest der Ski-Klamotten können wir glücklicherweise von Freunden ausleihen. Man sieht, ich kann durchaus wirtschaftlich denken.
Alles Dinge, mit denen man weder fahren noch wohnen noch besonders lange satt werden kann. Aber immerhin kann das Kind jetzt gestochen scharf sehen, ich kann unsere Verarmung auf hochwertigem Briefpapier dokumentieren und dabei hervorragend bestrumpft aussehen. Ich finde, das hat Stil. Für den Rest des Monats gibt es einfach Nudeln mit Ketchup. Sonntags vielleicht Toast mit Marmelade. Allerdings nur, wenn die wirtschaftliche Gesamtlage es zulässt. Man muss sich schließlich auch in schwierigen Zeiten einen gewissen Luxus bewahren. Ich nenne das antizyklischen Konsum. Meine Bank nennt es vermutlich eher finanzielle Unzurechnungsfähigkeit. Aber die hat auch keine Ahnung von schönen Füllfederhaltern. Und falls jemand fragt, ob ich das alles wirklich gebraucht habe. Wir führen hier keine Bedürftigkeitsprüfung durch.
Die Lage am Sonntagmorgen
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Seit 6.00 Uhr wach. 6.30 Uhr aus dem Bett gefallen. Seit 6.42 Uhr im Besitz
von Kaffee. Wenn der Kopf einen nicht mehr schlafen lässt. Die letzten
Wochen w...
vor 2 Stunden

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