Die Frage der Woche: Fliege ich nun nach Portugal oder fliege ich nicht nach Portugal? Ich wollte wirklich noch nie so wenig an einem internationalen Kundenprojekt vor Ort teilnehmen wie an diesem. Und das will etwas heißen. Drei Tage Lissabon. 26 Grad, Sonne, fantastisches Lebensgefühl. Eigentlich müsste ich vor Vorfreude im Dreieck springen. Stattdessen frage ich mich, ob man berufliche Anwesenheit nicht inzwischen auch gedanklich erledigen kann. Diese Projektleiterin schafft mich. Wirklich. Jeden Tag irgendein neues Theater. Was gestern noch galt, ist heute wieder offen. Entscheidungen werden vertagt, Dinge dreimal besprochen und zwischendurch darf man sich überlegen, wie man aus dem ganzen Durcheinander noch eine vernünftige Veranstaltung macht. Ich bin müde. Ich mache diesen Job lange genug, um zu wissen, dass nicht immer alles glattläuft. Muss es auch nicht. Aber irgendwann ist mein Vorrat an Geduld und professioneller Freundlichkeit eben auch mal aufgebraucht. Und ganz ehrlich? Ich würde inzwischen lieber hierbleiben. Wäre deutlich entspannter, zumal ich zwischen zwei Reisen ohnehin nur einen Tag zum Umpacken habe.
Ich habe mittlerweile mehr Lust auf eine verbindliche Entscheidung als auf drei Tage portugiesische Sonne. Das muss man auch erst mal schaffen. Ich mag meinen Job wirklich gern. Aber manche Projekte sind wie ein Einkaufswagen mit vier kaputten Rollen. Man schiebt und schiebt, korrigiert ständig die Richtung und kommt irgendwie vorwärts. Nur Spaß macht es irgendwann nicht mehr, wenn die Verantwortung immer nur einseitig verteilt wird und noch mehr Flexibilität gefordert wird.
Zu altmodisch?
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Ich soll mich ausweisen, um die Kindersicherung entsperren zu können? Noch
mehr gläserner Mensch mit noch mehr Überwachung? Dann warte ich lieber bis
22 Uh...
vor 4 Stunden

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