Samstag, Oktober 17, 2026

handgepäck.

Ich packe meinen Koffer und nehme mit: drei bis vier Outfits, fünf Ladekabel, diverse Adapter, mein Notebook, sämtliche Eventualitäten und die leise Hoffnung, dass am Zielort inzwischen irgendjemand weiß, was eigentlich final beschlossen wurde und ob alles rund läuft. Beruflich verreisen klingt immer so wahnsinnig interessant. Internationale Projekte. Andere Länder. Flughäfen. Hotels. Menschen, die einem auf Englisch erklären, warum eine Entscheidung von Dienstag am Donnerstag leider nicht mehr gilt. Privat fragen alle, ob man auch etwas von der Stadt sieht. Ja, selbstverständlich. Den Flughafen. Das Hotel. Den Veranstaltungsort. Mit etwas Glück noch die örtliche Taxiinfrastruktur.

Ich habe inzwischen eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie man drei Tage Abwesenheit organisatorisch vorbereitet. Es ist ungefähr der Aufwand einer kleinen Auswanderung. Nur ohne den Vorteil, anschließend wirklich weg zu sein. Jetzt fehlt nur noch das Packen. Der Koffer steht bereits da und schaut mich erwartungsvoll an. Soll er ruhig. Ich habe schließlich Urlaub vom Privatleben und fahre zur Arbeit. Der Teenie hat bereits eine Freundin zum Mittagessen eingeladen während ich weg bin. Das läuft hier. Der Liebste und sie freuen sich schon auf die Tage zu zweit und haben bereits Pläne. 

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