Draußen regnet es. So ein gleichmäßiger Regen, der nicht nervt. Eher dieses leise Trommeln auf Dach, Holzterrasse, die Tische und irgendetwas Metallischem draußen, das alle paar Sekunden anders klingt. Mal dumpf. Mal heller. Dazwischen das Rauschen in den Bäumen. Die Luft ist kühl und riecht nach nassem Boden. Ein bisschen nach Gras. Ein bisschen nach Holz. Ein bisschen nach Sommer, der heute offenbar keine Lust hat, sich besonders anzustrengen. Der Himmel ist diesig und wolkenverhangen, alles draußen wirkt ein bisschen weicher. Gedämpfter. Als hätte jemand die Lautstärke runtergedreht.
Drinnen stehen Kerzen auf dem Tisch. Das Licht flackert auf den Gläsern und macht aus einem ganz normalen Nachmittag im August plötzlich ziemlich viel Hygge. Wir sitzen hier am großen Esstisch. Gemütlich. Ohne Programm. Heute kein Ausflug. Kein Plan. Kein „wir könnten noch“. Kein Gefühl, irgendetwas aus diesem Tag herausholen zu müssen. Einfach Regen am Fenster und zwischendurch ein paar Sätze. Ich schreibe ein bisschen. Jeder macht seins. Manchmal reden wir. Manchmal nicht. Ab und zu gibts einen Kuss oder eine Umarmung. Einer holt sich noch einen Keks oder einen Rest Bolognese von gestern. Jemand zieht die Beine unter sich. Der Teenie bemalt ihre Hände künstlerisch. Draußen tropft es weiter von den Kanten und drinnen muss gerade nichts passieren.
Ich mag solche Tage zwischendurch ganz gern. Tage, die einem die Entscheidung abnehmen, ob man noch etwas unternehmen sollte. Bei Regen ist die Lage klar. Drinnen bleiben. Kerzen an. Vielleicht später schon ein Bier oder ein Glas Wein. Reicht.
Missbrauch, der
-
Definieren Sie Missbrauch. Nicht im Speziellen. Gehen Sie das ganze von der
Vogelperspektive an und versuchen Sie sich, der Begrifflichkeit als solches
zu ...
vor 10 Stunden

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Ein Hinweis. Ein Blog gehört nur dem Schreiber und ist für ihn der Ort, um alles abzuladen - egal ob nichtssagend, reflektiert, unreflektiert, gewichtig, emotional, scheisse oder sonst was. Ein Blog ist auch ein bisschen als Zugang zu den Gedanken eines Menschen zu sehen, d.h. es ist ein Privileg mitlesen zu dürfen.