Ich glaube weiterhin, dass man sehr viel sehr gut hinbekommen kann, wenn zwei Menschen wirklich beteiligt sind. Nicht halb. Nicht nebenbei. Nicht mit offenem Hinterausgang. Sondern da. Wirklich da. Mit beiden Füßen. Ich rede von dieser Für-immer-Beziehung. Von gemeinsam alt werden. Von bleiben, auch wenn es unbequem wird. Von gemeinsamer Arbeit, Nähe, Wahrheit und der Entscheidung, nicht bei jedem Sturm innerlich den Fluchtweg zu suchen oder zuzumachen. Ich wünsche mir, dass man sich immer wieder füreinander entscheidet. Nicht aus Pflicht. Nicht aus Angst. Nicht aus Gewohnheit. Sondern weil man sich gut tut. Weil man einander bereichert. Weil das Leben durch den anderen nicht kleiner, sondern größer wird. Ein Stück wärmer. Klarer. Lebendiger. Weil man etwas miteinander baut, das größer ist als der Reflex zu fliehen.
Vielleicht bin ich auch einfach besonders bescheuert und die größte Idiotin von allen, weil ich weiter daran glauben möchte. Vielleicht bin ich aber auch nur nicht bereit, mich mit weniger zufriedenzugeben. Ich weiß was es kostet. Und ich will es trotzdem.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Ein Hinweis. Ein Blog gehört nur dem Schreiber und ist für ihn der Ort, um alles abzuladen - egal ob nichtssagend, reflektiert, unreflektiert, gewichtig, emotional, scheisse oder sonst was. Ein Blog ist auch ein bisschen als Zugang zu den Gedanken eines Menschen zu sehen, d.h. es ist ein Privileg mitlesen zu dürfen.