Montag, Mai 18, 2026

integration.

Freitag gibt es bei meinen Eltern Soljanka. Meine Mutter ist schon leicht aufgeregt, neben der ganzen Vorfreude und hat offenbar beschlossen, den Mann nochmal explizit mit ostdeutscher Küche offiziell in die Familie einzukochen. Ich hatte schon angekündigt, dass sie garantiert irgendwas machen werden, was er mag oder eigens nach seinen Wünschen fragen. ...Soljanka. Ragout Fin. Hat's ewig nicht mehr gegeben. Diese Förmchen stehen seit meiner Kindheit oben im Schrank. Wahrscheinlich gibt's noch irgendwas, das „nur schnell“ gemacht wurde und am Ende für 10 Personen reicht. Ich mag das. Nicht, weil es perfekt ist, überhaupt nicht. Sondern weil es genau diese Art von Willkommen ist, die man nicht groß ausspricht. Man stellt einfach einen Topf auf den Tisch. Gibt Schmand dazu. Fragt, ob noch jemand nachnimmt und dann ist eigentlich alles gesagt. Integration galore. Mein Bruder hat sich schon direkt beschwert, dass es nach Jahren wieder Soljanka gibt, ohne das er eingeladen wurde. Mal schauen, wer nachher alles am Tisch sitzt. 

Mich fragt lustigerweise direkt niemand mehr. Ich muss nur Kind und Mann mitbringen. Der Mann freut sich. Das wird ein Overkill an Familie am WE. 

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