Sonntag, April 26, 2026

samstage.

Was für ein fantastischer Tag. Einer von denen, die man nicht planen kann und genau deshalb so gut sind. Eigentlich war alles anders gedacht. Termine, Ideen, Struktur. Und dann hat sich der Tag einfach selbst geschrieben. Pläne wurden kurzfristig über Bord geworfen, wir haben uns spontan treiben lassen und genau darin lag diese besondere Ruhe. Diese Leichtigkeit, die entsteht, wenn nichts muss und alles darf. Mein Visionboard ist endlich fertig geworden. Also fast. Es liegt jetzt da, noch nicht geklebt, noch nicht ganz final. Ich mache das nie sofort. Ich brauche immer noch diese eine Nacht dazwischen. Abstand, ein Gefühl, ob es wirklich passt. Aber ich merke jetzt schon, da ist etwas entstanden, das sich richtig anfühlt. Klar. Ruhig. Stimmig. Ich finds richtig gut.

Und dann dieser unerwartete Moment heute - die Untermieterin hat ihre eigenen Pläne einfach abgesagt. Ganz selbstverständlich. Und plötzlich hatten wir Zeit. Ohne Ablenkung. Ungeteilte Aufmerksamkeit. Nur wir, wie früher. Wir haben stundenlang am großen Tisch gesessen, Kuchen gegessen, geredet. Über alles und nichts. Es war warm, normal, fast selbstverständlich. Die Untermieterin fühlt sich so richtig wohl. Man merkt, wie es sie dorthin zieht. Sie hat bereits zwei Packungen Eis im Tiefkühlschrank gebunkert. Ich weiß, wer den zweiten Löffel gewinnt. Nebenbei lief ein neuer Krimi bei Bookbeat, wir haben geschnitten, sortiert, gedruckt, Papier hin- und hergeschoben wie die Weltmeister, Ideen ausprobiert, wieder verworfen. Dieses kreative Chaos, das sich ganz organisch ordnet. Irgendwo dazwischen dieser kleine, absurde Moment. Die Tischlampe, an der ein BH hängt. Der Teenie schaute mich an, rollte nur die Augen und wir mussten beide lachen. So ein typischer Augenblick. Besser wird's nicht. Ich mag dieses Gefühl von Nähe, von einfach zusammen sein. Kein großes Event, kein „Highlight“ im klassischen Sinne. Sondern ein Tag, der sich still und unaufgeregt richtig gut angefühlt hat. Und manchmal sind genau das die allerbesten Tage, an die wir uns erinnern.

Morgen ist dann Marathon in der Stadt. Wird wieder ein Chaos vor der Haustür, weil die ganze Stadt verkehrstechnisch lahmgelegt ist.

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