Ankommen ist leise. Es ist dieses innere Ausatmen, von dem man gar nicht wusste, dass man so lange die Luft angehalten hat. Manchmal verwechseln wir Intensität mit Liebe. Hohe Wellen, große Worte, heftige Diskussionen, leidenschaftliche Versöhnungen. Lautstärke wirkt wie Bedeutung. Aber Lautstärke ist nur Energie. Bedeutung ist etwas anderes. Bedeutung ist Ruhe. Es ist der Moment, in dem man neben einem Menschen sitzt und nichts verteidigen muss. Keine Unabhängigkeit. Keine Stärke. Keine Überlegenheit. Keine Unberührbarkeit. Man muss nicht beweisen, dass man alleine klarkommt. Man muss nicht demonstrieren, dass man nicht bedürftig ist. Man muss nicht strategisch bleiben. Man ist einfach da. Und man darf man selbst sein. Ankommen heißt nicht, dass man aufhört, eigenständig zu sein. Es heißt, dass Eigenständigkeit nicht mehr als Schutzschild gebraucht wird. Dass Nähe nicht als Risiko empfunden wird. Dass Exklusivität keine Enge bedeutet, sondern Wahl. Es ist ein stilles Einverständnis. Kein Vertrag. Kein Beweis. Kein Druck. Nur das Gefühl, hier muss ich nicht mehr fliehen. Nicht nach vorne, nicht nach hinten. Es ist kein Verlust von Freiheit. Es ist das Ende von Alarm. Das sich-vollständig-Einlassen ohne Angst, sich selbst zu verlieren.
Diese Viertelstunde noch schaffen
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Eine kleine Notiz nur von einem meiner im Moment dummerweise häufigeren
Arztbesuche. Ein Mann steht da hinter mir an, während ich am Empfangstresen
gerad...
vor 1 Tag

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