Heute hat etwas die Haut verloren. Spürbar. Enge im Brustraum. Ziehen unter der Haut. Muskeln auf Bereitschaft, der Atem bleibt hängen. Die Bilder kommen nicht als Geschichte. Eher als Echo. Als Abdruck im Gewebe. Hände kalt. Kiefer fest. Becken still, als müsste es sich unsichtbar machen. Der Körper erinnert sich anders als der Verstand. Ohne Sprache. Ohne Zeit. Die Kontrolle wird dünner.
Phase II ist kein Fortschritt. Es ist ein Abtragen. Schicht für Schicht. Bis etwas frei liegt, das ich nie wieder fühlen wollte. Da ist Druck. So viel Schmerz und Bewusstsein. Gewicht. Ich halte mich nicht fest. Ich halte aus. Das ist ein Unterschied. Ich bin wund. Und roh. Nicht verletzt, sondern offen. Und vielleicht ist genau das der Übergang. Nicht wieder härter werden. Nicht erklären. Sondern geradewegs hindurch. Ich merke, wie alt die Muster sind. Wie sehr mein Nervensystem gelernt hat, still zu sein, immer stark zu sein, durch- und auszuhalten. Und wie erschöpfend das war. Heute war kein guter Tag.
Die Aussichten
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Tägliche Aufgaben und Themen für 48 Stunden und der Tag hat 24. Das ist ein
Problem. Ich komme an manchen Stellen einfach nicht weiter. Wenn in der
digital...
vor 17 Stunden

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