Heute war Daueralarm. Überall Rauch, rote Lichter und große Brandherde. Ich hatte bereits kurz vor 10.00Uhr richtig Puls. Und dann habe ich nur noch reagiert. Ich bin gerannt, habe gelöscht, entschieden, gehalten. Feuerwehrmodus galore. An allen Ecken und Enden. So ein Tag, der nicht fragt, ob noch Kraft da ist, sondern sie einfach nimmt. Es kostet mich gerade so viel. Mehr, als ich nach außen zeige. Ich merke es daran, wie der Körper langsamer wird, obwohl der Kopf funktioniert. Wie alles ein bisschen schwerer greift. Wie selbst Routine plötzlich Aufmerksamkeit braucht.
Feuerwehr spielen kann ich, habe ich immer getan. Da bin ich richtig gut drin. Ich hätte Unterhändlerin werden sollen. Aber mental gehalten sein, während es brennt, ist etwas anderes. Das ist tatsächlich neu für mich. Keine Lösungen, keine Analysen. Nur Stimme. Nur Zuhören. Nur Verbindung. Das hat etwas geordnet. Mich ruhiger gemacht, als ich kurz über Auftragsmord nachgedacht habe. Mir Kraft gegeben. Es ist seltsam, wie wenig es manchmal braucht. Kein großes Auffangen. Kein Drama. Nur das Wissen, dass da jemand ist, auch wenn er gerade woanders ist. Das verändert den Tag. Nicht komplett. Aber genug.
Heute war wirklich kein schöner Tag. Kein leichter. Aber einer, den ich trotz allem gerockt habe. Mit etwas mentaler Hilfe. Und vielleicht ist das gerade das Entscheidende. Nicht immer alles allein löschen zu müssen. Auch dann nicht, wenn man richtig gut darin ist.
On the road
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14 Tage auf Achse am Stück. Beruflich und privat. Das wird ein Trip werden.
vor 17 Stunden

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