Freitag, März 13, 2026

alleinerziehend.

Alleinerziehend zu sein bedeutete auch, dass niemand da war, der sagt: „Ich mache das schon.“ Also macht man es eben selbst. Man funktioniert. Immer. Die Tage hing ich ziemlich durch. Der Tag war lang, der Kopf völlig leer, der Körper unfassbar müde. Und während ich noch überlegte, wie der Abend irgendwie funktionieren soll, stand plötzlich jemand in der Küche und hat für uns gekocht. Ganz selbstverständlich. Ohne großes Aufheben. Es war einfach das Beste. Es war vielleicht nichts Besonderes. Und gleichzeitig für mich genau das(!!!). Denn irgendwann merkt man, dass sich etwas verändert. Spürbar. Ich muss plötzlich nicht mehr alles alleine tragen. Noch ein sehr ungewohntes Gefühl, aber ein gutes und ich bin dankbar. Alle waren glücklich, vor allem der Koch, dass er das tun konnte. Das ist dieses "Wir sind jetzt zu zweit.", daran erinnert er mich noch regelmäßig. Dann merke ich wieder, wie sehr noch diese Einzelkämpferin in mir steckt. 

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