Dienstag, März 30, 2010

bescheiden.

Hat jemand zufällig ein brauchbares Leben für mich übrig? Ich bin auch nicht anspruchsvoll: Ein Haus am See, ein phänomenaler Fettstoffwechsel und ein paar Millionen reichen schon.

Sonntag, März 28, 2010

sinniert

These des gestrigen Mädelsabend: "Es ist nicht schwer den Richtigen zu finden. Es ist nur sehr, sehr schwer immer wieder an den Falschen vorbei zu gehen."

Freitag, März 26, 2010

fragendestages.

Warum müssen Schulkinder sich morgens auf dem Weg zur Schule eigentlich immer "brüllend" unterhalten??? >>> Wo zum Teufel habe ich mein Handy versteckt??? (selbstverständlich nur in Vorbereitung auf Ostern) Ich suche bereits seit gestern Abend, langsam etwas panisch. Wer es findet, kriegt ein Eis. >>> Wieso fahre ich in meinem nächtlichen Traum nach Köln und seit wann haben die Raststätten unterwegs unterirdische Badespaßlandschaften als Toiletten??? Sie hatten zwei WC-Kabinen mitten auf dem Wasser gebaut, die man über Holzstege erreicht. Die Mädels, die anstehen, sind derweil für das Wellen machen verantwortlich und da standen mindestens 200. Dass mein Auto draussen derweil mit bunten Schleifen und Plüschtieren dekorativ geschmückt wurde, war in Anbetracht der Tatsache, dass meine Blase beim Anblick des vielen Wasser fast zersprang, nebensächlich.

Donnerstag, März 25, 2010

gekocht.

Frau Eiskalt kocht. "Curry-Riesengarnelen mit Kurkuma, Banane & Reis". Also fast. Das Kurkuma und Ingwer liegen noch im Supermarkt...naja schlimmer wäre, ich hätte die Garnelen vergessen. Jetzt weiß ich wieder, warum ich fast nie nach Rezept koche.

jammerlappen.

Habe ich schon mal erwähnt, dass mich jammernde Männer nerven? Nein!?

Mit der Trainingstasche über der Schulter springt Frau Eiskalt gestern Abend die Treppe runter, ist schon fast an der Straße, als die Haustür langsam ins Schloss fällt und hinter dem Tisch, der ihr entgegen kam, ertönte: "Och nee, das wäre jetzt aber auch zu schön gewesen." Frau Eiskalt dreht sich, DANK ihrer guten Kinderstube, um und fragt, ob sie eventuell die Tür aufschließen soll. Der Tisch bekommt aufeinmal ein Gesicht, der neue Nachbar - die Queen der Bohrlöcher: "Die Kratzbürste vom We, heute in friedlicher Mission. Sieh an!" Wenn ich das gewusst hätte, der würde jetzt noch mit dem Tisch im Arm draussen stehen. Also lächeln, Tür öffnen, Arschloch denken! Er so: "Danke, wirklich nett. Ich hab nämlich schon sooo Rückenschmerzen vom Geschleppe..." - Frau Eiskalt versucht mitfühlend zu gucken. Ohne Erfolg. (Als Krankenschwester wäre ich ne Fehlbesetzung.) Ich hasse Jammerlappen, vorallem wenn sie zu blöd sind, Türen zu öffnen BEVOR sie einen LKW entladen. Kratzbürste? Ich? Tzzzzzzzzz...Mädchen.

Dienstag, März 23, 2010

zeit.

Zählt eigentlich jemand mit, wieviele Tränen wir weinen? Und so steht sie da im Supermarkt vorm Müsliregal und es treibt ihr plötzlich, überraschend und unvorbereitet, Tränen in die Augen. Ein dicker Kloß im Hals. Das Herz fühlt sich wie ein schwarzes Loch an. Über ihrem Kopf bricht die Welt ein und sie steht da. Regungslos. Starrt gebannt auf die bunten Schachteln, als wäre kein Mensch da, um nicht endgültig die Fassung zu verlieren.

Du sagtest zum Abschied: "Gute Nacht, Traumfrau! Ich habe Dich in meinem Herzen immer bei mir.", ich küsste Dich auf die Stirn. Ahnte nicht, dass es das letzte Mal sein sollte. Ein Abschied für immer. Deine Verletzungen waren stärker, als mein Glaube, dass es so nicht enden kann und darf. Du gingst. Ich blieb. Das Leben fragt nicht. Niemanden.

Es ist viel Zeit vergangen, vielleicht nicht genug. Ich habe verdrängt, geweint, mich betäubt, erinnert, gelacht, war traurig, leer, lange nicht fähig mich von Dir zu verabschieden und habe schließlich weitergemacht. Irgendwie. Die Leere zunehmend gefüllt mit Erinnerungen und einer tiefen Dankbarkeit. Doch manchmal wirft mich ein Gedanke an Dich in die Umlaufbahn. Manchmal sitze ich da und rede mit Dir. Und Du? Du lächelst und bleibst still. Deine Hände, ich kann mich kaum noch an sie erinnern.

Ich habe Dich bei mir, in meinem Herzen.

Montag, März 22, 2010

frühlingsgefühle.

Die Sonne scheint, die Luft ist klar, der Himmel stahlblau. Überall grünt und blüht es, Frühlingsduft liegt in der Luft. Vögel zwitschern, in den Straßencafés herrscht von jetzt auf gleich Hochbetrieb. Verliebte Pärchen turteln an allen Ecken. Die ersten warmen Sonnenstrahlen scheinen die Menschen in einen körperlichen Ausnahmezustand zu versetzen.

Frau Eiskalt brachte soeben schnell wichtige Dokumente persönlich zur Post und nutzte die Gelegenheit zu Fuß zu gehen, um die Nase in die Sonne zu halten und die Wärme tief zu inhalieren. Als am Fußgängerüberweg der Parkhauseinfahrt ein Auto neben ihr hielt, der gutaussehende Fahrer sie angrinste und nett fragte, ob sie einen Kaffee mit ihm trinken geht.

Ich würde sagen, es ist Frühling. Endlich.

Sonntag, März 21, 2010

check.

KW11 - BILANZ

Grundumsatz (plus 10%) gefuttert - check.
ca. 2g Protein pro kg Körpergewicht - check.
23l Wasser (Flüßigkeitsaufnahme) - check.
Ernährung nahezu vorbildlich - check.
1 Nutellabrot, Stück Streuselkuchen und 135g Schokolade
12h 20min Sport (10h Ausdauer/ 2h20 Kraft) - check.
9450 kcal Energie mehr verbraucht als aufgenommen - check.

Waage: 1,2kg MEHR(!) - ich geh mich erschießen... Mit dem Trainingspensum sehe ich im Mai wahrscheinlich aus wie 'ne bulgarische Kugelstoßerin und habe ein Kreuz wie ein Regalbauer. Der Muskelaufbau läuft. Check.

Samstag, März 20, 2010

mädchen.

Den neuen Nachbarn kann ich jetzt schon nicht leiden, der benutzt seine Bohrmaschine wie ein Mädchen. Fürchterlich. Dieses bisschen, gaaanz vorsichtig, zaghafte Löcher bohren. Wenn der nicht bald fertig wird, geh ich ihm mit dem Boschschlagbohrer helfen... allerdings entscheide ich dann selbstständig, wo die Löcher hinkommen.

Freitag, März 19, 2010

verflüchtigt.

Es ist ein fantastisches Gefühl, wenn man während des eigenen verdammt schweißtreibenden Trainings von Leuten angequatscht wird, weil sie sich unterhalten wollen. Und dann anschließend in der Umkleidekabine beim Blick in den Spiegel aus 20cm Entfernung festzustellen, dass die Wimperntusche sich Richtung Wangenknochen verflüchtigt hat und das richtig schön gestört aussieht.
Und keiner hat was gesagt. Ich glaube, sie hatten alle so ein Zucken um die Mundwinkel.

Donnerstag, März 18, 2010

geekelt.

Sollte es im Keller eine Webcam geben, hat diese soeben aufgezeichnet, wie Frau Eiskalt pfeifend das Gewölbe betritt, das Licht einschaltet, mutig die Tür hinter sich schließt. Mal neugierig in die andere Seite des Kellers geht, schließlich die richtige Richtung einschlägt. Plötzlich zwei (gefühlte zweihundert) tote Mäuse oder Babyratten in der Ecke auf dem Boden liegen sieht, sie sekündlich mit einer Invasion dieser Tiere rechnet (sie könnten schließlich auf dem Heizungsrohr an der Decke auf mich warten, um sich auf mich fallen zulassen!) und wie ein geölter Blitz aus dem Keller rennt. Die Tür, die nur zweimal abzuschließen geht, habe ich bestimmt MINDESTENS dreifach verrammelt.

So der Hausmeister kümmert sich drum, der Chef lacht und ich würde jetzt gern duschen. Ekel.

Mittwoch, März 17, 2010

verkehrsrowdy.

Frau Eiskalt wurde gestern Abend auf dem Weg ins Fitnessstudio in der Parkhauseinfahrt von zwei Zivilpolizisten angehalten.
Welche Ordnungswidrigkeit hat sie begangen?

Ende vom Lied. Er so: "Warum verdammt parkst Du nicht auf den dafür vorgesehenen BELEUCHTETEN, videoüberwachten Frauenparkplätzen!?" - Ich so: "Boah, das sag ich Dir jetzt privat. Du, IDIOT, hättest es verdient, dass ich Dich mit nem Teelöffel aushöhle." - Er so: "Jetzt wo Du endlich bereit bist, mich wenigstens zu beschimpfen, treffen wir uns in 10 Minuten auf den Rudermaschinen?" - Frau Eiskalt: "Kann ich nicht einfach einen Strafzettel haben?"

Dienstag, März 16, 2010

menstruationszyklus.

Liebe Männer, es ist weder lustig noch cool mit dem Spruch "Hast Du Deine Tage oder warum bist Du so schlecht drauf?" eine Frau anzusprechen. Das Verlangen euch etwas Schweres an den Hinterkopf zu werfen oder alternativ den Hals umzudrehen, steigt jedesmal nahezu ins Unermeßliche. Es nervt, echt. Wir haben auch das verdammte Recht, schlechte Laune zu haben.
Und zwar UNABHÄNGIG vom Menstruationszyklus!!!!!!

?

Sind 15-18 Minuten zu lang für ein Podcast? Welcher Zeitrahmen ist in euren Ohren angemessen? Und da hatte ich Bedenken überhaupt drei Minuten füllen zu können. Es ist erschreckend die Tonspur dahin rennen zusehen & noch "nichts" gesagt zu haben.

Sonntag, März 14, 2010

sexbombe.

"Deine Brüste sind aber kleiner geworden, Susi. Bald ist da gar nichts mehr, wo noch nie viel war."
Frau Eiskalt verschluckte sich fast an dem Stück Kuchen, als der Satz fiel. BÖSER FEHLER, denn zack hefteten sich die Blicke der bösartigen Großtante und ihrer feindseligen Tochter an mich und keine drei Sekunden später folgte: "Aufreizender hättest Du Dich auch nicht anziehen können, oder??? Das ist eine Beerdigung, kein Clubbesuch."

Alle Umsitzenden hielten hörbar die Luft an und starrten fassungslos zwischen der Tante, Tochter und mir hin und her. Frau Eiskalt schaute an sich runter - schwarze Leinenhose, schwarze langärmlige taillierte Bluse, Zebra-Halstuch, schwarze Stiefeletten, ungeschminkt, Zopf im Nacken - und umarmte in Gedanken einen Baum. Der Mann der Tochter unterbrach die Stille: "Sie wäre in einem Kartoffelsack noch purer Sex, aber wenn Du ganz nett fragst, empfiehlt Sie Dir bestimmt ein paar Sportübungen mit denen Du Deine drei Jahre alten Schwangerschaftspfunde loswerden würdest." Boom. Treffer versenkt.

Dann erklärte sie uns pampig, dass sie ja bereits ein Kind bekommen hätte und verheiratet sei und das im Gegensatz zu mir auch überhaupt nicht mehr nötig hätte, einem Mann gefallen zu müssen. Aha. Kopf - Tisch. Tja Familie kann man sich leider nicht aussuchen. Ihr Mann musste übrigens letzte Nacht, wie eigentlich jede Nacht im Kinderzimmer schlafen.

Donnerstag, März 11, 2010

orientierungssinn.

Bruder Eiskalt: "Samstagabend nach der Beerdigung will ich nach xy fahren. Haben wir irgendwo noch ein Navi rumliegen?"
Frau Eiskalt: "Keins, was nicht fest eingebaut ist. Wo ist das Problem, nimm einen Straßenatlas! Alternativ gibt es diverse Möglichkeiten sich vorweg einen Überblick über den Weg zu verschaffen und wenn's ganz hart kommt, könntest Du unterwegs jemanden fragen. Das würde natürlich voraussetzen, dass man einen gewissen Orientierungssinn besitzt."
Bruder Eiskalt: "Ach ich brauche eigentlich gar kein Navi. Mein Orientierungssinn ist wirklich ausgesprochen hervorragend."
Frau Eiskalt: "Seit letzter Woche oder wann hat das angefangen?"
Bruder Eiskalt: "Nein, schon immer. Ich kann jede Karte lesen."
Frau Eiskalt: "Ja, jede Postkarte. Dein guter Orientierungssinn und die Abkürzung, die Du 'kanntest', entpuppten sich als ein Umweg von 120km inklusive zweistündigem Stau und Du hattest keinen blassen Schimmer, wohin Du mich navigierst."
Bruder Eiskalt: "Da war ich erst zehn!!!"
Frau Eiskalt: "Fast 18!!!!!!"
Bruder Eiskalt: "Aber ich wusste zu jeder Zeit, wo wir sind."
Frau Eiskalt lachend: "Klar, so wie im letzten Jahr als ihr irgendwo in Deutschland auf der Landstraße liegen geblieben seit und Du mich angerufen hast, damit ich rausfinde, wo ihr seid - weil ihr's weder vom Navi ablesen konntet noch auf Schilder geachtet habt."
Bruder Eiskalt: "...Schweigen...- also haben wir kein mobiles Navi. Lädst Du Dein Handy bitte fürs We!?"

Das ungeschlagen herrlichste Erlebnis bleibt aber sein Anruf aus dem Urlaub mit Kumpels. Er so: "Wir hatten grad einen Autounfall. Uns hat ein Geländewagen gerammt. Sag mal, was heißt 'Gegenspur' auf Englisch???" - Ich so: HERZSCHLAG.

Mittwoch, März 10, 2010

anmerkung.

Sche*ß drauf! Ich werde jetzt meine Trainingstasche nehmen, zum Sport fahren, den Laden durch die Vordertür betreten - ganz gleich wer da trainiert oder mich von der Seite anquatscht - und meinen Plan durchziehen. Jawohl.

Übrigens habe ich soeben mein MTB-Vorderrad wieder eingebaut. Alles super, allerdings bekomm ich dieses blöde Bremskabel einfach nicht in das Dingsbums eingespannt. Das war schon immer Fummelarbeit, nur erinnere ich mich nicht mehr, wie wir's letztendlich gelöst haben. Irgendwelche Ferntips oder -tricks?

logisch.

Brüderlein Eiskalt war gestern nicht in der Berufsschule.
Dazu folgende Feststellung seinerseits: "Weißt Du, was unfair ist? Ich bin der bestaussehenste Schüler der Klasse. Die Mädels und Lehrerinnen stehen irgendwie alle auf mich und da fällt es natürlich sofort auf, wenn ich mal fehle während bei anderen kein Hahn danach kräht."

Bestechend logisch. Ich hatte fast Mitleid. Rückblickend erklärt das natürlich einiges - ich konnte in der Schule damals auch nie unbemerkt fehlen... außer bei meinem nervigen, schwulen Französischlehrer, der eine Gesichter- UND Namensschwäche hatte, aber dafür waren meine Entschuldigungszettel legendär.

Dienstag, März 09, 2010

liebe.

Beim lautlosen Betreten des Nachbarbüros aufgeschnappt.
Kollege im ernsten Ton zur Kollegin: "Wenn er Dich leckt, liebt er Dich."

Morgen bekomme ich Glöckchen an die Schuhe gebunden, damit sie mich in Zukunft vor meinem Lachanfall kommen hören. Es ging wohl um Haustiere, sagte der Kollege knallrot. Selbstverständlich.

Montag, März 08, 2010

überraschungsmoment.

Da geht Frau Eiskalt Sonntagabend nichtsahnend ins Fitnessstudio und läuft quasi direkt in DEN Mann, den sie nie wiedersehen wollte. Der Überraschungsmoment hätte sie, im wahrsten Sinne des Wortes, fast vom Crosstrainer geworfen.

Das erste Kaffee-trinken dauerte 7 (in Worten: sieben) Stunden. Dafür, dass ich eigentlich nur 30 Minuten Zeit hatte und er mich wochenlang darum "beknieen" musste, war es gar nicht so schlecht. Okay, es war ein bisschen phänomenal. Wir kannten uns gefühlte hundert Jahre. Er fuhr mich bis vor die Haustür. Wir sahen uns am nächsten Tag wieder. Während der vierten Verabredung vereitelte ich den ersten Kuss, indem ich in der letzten Sekunde spontan auswich, ihn blitzschnell auf die Wange küsste, aus dem Auto sprang und wegrannte. Für diese Peinlichkeit hätte ich liebend gern das Land verlassen - Richtung Grönland für zwei-acht Jahre. Es sah vielversprechend aus, Frau Eiskalt lies sich langsam darauf ein und alles entwickelte sich hervorragend, bis der Kerl eines Tages plötzlich von der Bildfläche verschwand. Ohne ein Wort. Einordnen konnte ich das nicht. Nach einer Woche gehen einem dann spätestens die Rechtfertigungen und Entschuldigungen für den Anderen aus. Das Kopfkino war Oscar-Preisverdächtig. Und in der darauffolgenden Woche musste ich mich davon abhalten, mich abends vor seine Haustür zu setzen und ihm beide Hände zu brechen, wenn diese nicht zufällig bereits eingegipst gewesen wären, was eventuell erklärt hätte, warum er sein Telefon nicht selbständig benutzen kann, um mir wenigstens zu sagen, dass ich doof bin und er das Interesse verloren hat. Der Stolz siegte. Ich litt leise. Wochen später stand er aufeinmal vor meiner Tür, wollte alles erklären, um Verzeihung und eine zweite Chance bitten. Das müsste bald zwei Jahre her sein, dass wir um den See spazierten, er sich hundertmal entschuldigte & erklärte. Ich ihn ein letztes Mal küsste und dann sagte, dass er meine Basis, mit ihm eine Beziehung einzugehen, zerstört hat und ihn nie wiedersehen will.

Es gibt Millionen Fitnessstudios in der Stadt - was macht der bitte ausgerechnet in meinem? Und das natürlich genau dann, wenn Frau Eiskalt total verschwitzt Bad Hair Day in hautengen Lauftights, die nichts verzeihen, feiert. Wer hat denn dieses bescheuerte Drehbuch geschrieben? Und das Schlimmste ist, er ist immer noch irgendwie toll. Aber wer will schon einen Mann, der zwei Regentonnen zum Waschen seiner Autos hat??? Seine Nachricht, hinter meinem Scheibenwischer, flog jedenfalls ungelesen in den Papierkorb des Parkhauses.

Samstag, März 06, 2010

still.

Manchmal, wenn ich befürchte, ich halte es keine Minute länger aus, möchte ich mir am liebsten einfach die Decke über den Kopf ziehen. Gedanklich und tatsächlich tue ich das dann gelegentlich sogar. Ich ziehe mir die Decke über den Kopf. Vergrabe mich darunter. Liege ganz still da. Konzentriere mich auf meinen Herzschlag. Und atme tief durch. Danach geht's mir meist besser.

Es gibt Zeiten, da hilft das nicht. Zeiten, in denen ich einfach keine Sprache habe. Nicht reden kann und will. So wie jetzt. Ich bin wütend. Wütend darauf, dass sein Herz einfach versagt hat. Wütend darauf, dass er einfach gestorben ist. Wütend darauf, dass er in diesem Scheißsarg lag - mit einem Lächeln auf den Lippen. Wütend darauf, dass nichts mehr sein wird, wie es war, weil er unendlich fehlen wird. Wütend darauf, dass ich nicht weinen kann. Wütend darauf, dass ich einfach nicht reden kann. Wer bestimmt eigentlich, wann die Lebensuhr des Einzelnen abgelaufen ist? Antworten habe ich keine. Kein Gedanke, kein Gefühl lässt sich wirklich greifen - zu Worten formen. Ich laufe über und bin trotzdem furchtbar leer. Momentan finde ich den Zugang zu mir selbst nicht.

Freitag, März 05, 2010

schweinerei.

Donnerstagabend. Frau Eiskalt liegt eingebettet in Kissen, Wärmflasche und ihre phänomenale Designkuscheldecke mit dem Notebook auf dem Bauch im Bett und liest sich durch ein großartiges Blogprojekt. Getrieben von der Lust auf eine kleine Schweinerei nachts nach 12.00, stellt Frau Eiskalt den Laptop sicher auf die andere Seite des Bettes ans Fußende, schlägt die Decken zurück, steigt über das straff gespannte Laptopstromkabel, verlässt das Zimmer und holt ein paar Salzstangen. Zieht auf dem Rückweg nochmal die viel zu große, 12Jahre alte Zweitlieblingspyjamaschlumperhose mit nicht mehr existentem Gummizug und damit stets lebensgefährliche Stolperfalle zurecht, um Sekunden später filmreif über das Notebook-Kabel im Schlafzimmer zu stürzen.

Sagte ich schon, dass ich Kabel hasse? Das war Diner for one in intim und "sexy". Ich sollte aufhören zu bloggen und statt der Podcasts eventuell besser einfach einen abendlichen Livestream aus meinem Schlafzimmer senden.

Mittwoch, März 03, 2010

schwergewicht.

Heute musste unsere Lieblingspraktikantin mit vielen großen Briefsendungen zur Post. Schon beim Losgehen jammerte sie und wollte einen zweiten Praktikanten oder Assistenten zum Tragen mitnehmen. Diesen Wunsch habe ich selbstverständlich ausgeschlagen, da ich befürchtet habe, Sie könnte sonst zu schnell wieder zurück sein, um meine Nerven zu strapazieren. Sie gehört zu der Sorte Menschen, die einen selbst dann noch dümmlich anlächelt, wenn man ihre Frage nach eventuellen Sonderaufgaben eiskalt-like mit: "Ja, lauf zum Horizont, klatsch ab und komm dann wieder!" beantworten würde.

Als sie wieder zurück war, nervte sie mit ihren Mädchenallüren noch mehr. Dem Kollegen, der für den Großteil des Postaufkommens verantwortlich war, rief sie, kaum hatte er die Agentur betreten, zu: "Für Dich bin ich heute extra zur Post gelaufen und habe 100,70 kg geschleppt."

Mir fiel fast die Tasse aus der Hand und ich sah sie ganz erschrocken an, weil ich mir in dem Augenblick dachte: "F*ck Frau Eiskalt, was bist Du denn für ein verdammter Unmensch!? Die sagt noch, dass es zu schwer ist und Du schaust gar nicht erst, sondern lässt Sie einfach mal so 100 kg spazieren tragen." Dann wiederum schoß mir durch den Kopf: "Stop!!! 100 kg? Das ist ja fast das Dreifache ihres Gewichts. Das kann doch gar nicht sein...die scheitert doch normalerweise bestimmt schon an nem Kasten Wasser." und fragte: "1-0-0-K-I-L-O-G-R-A-M-M??? Bist Du sicher?" und sie antwortete mit leidender Miene: "Ja! Die haben das auf der Post gewogen." und ich sagte: "Aber 100 kg, soviel wiegst du nicht mal mit Schuhen, Mantel und Deiner überdimensionalen Handtasche nach einem kompletten 7-Gang Menü!?"

Sie überlegte kurz und kramte den Zettel der Post raus: "Oh, vielleicht waren es auch nur 10,7... zumindest steht das hier, könnte aber auch ein Kommafehler sein."

Kopf - Tisch.

Dienstag, März 02, 2010

podcast.

(Bitte einmal die Headline podcast. anklicken, dann sollte es funktionieren!!! ;))
Ein erster "verzweifelter" Versuch.

Podcasts mit Frau Eiskalt - ja oder nein?

Zu meiner Verteidigung, es war spät. Ich bin ziemlich angeschlagen und habe eine extreme Woche hinter mir, die ich gern einfach nur streichen und vergessen würde. Aber irgendwie ist das grad ein kleines bisschen Selbsttherapie für mich - also verzeiht mir!